Der Granitbeisser ist nun bestimmt schon jedem Endurofahrer ein Begriff. Seit Jahren wird dieser in Schrems, NÖ dreimal jährlich ausgetragen. Dort wird im Granitsteinbruch Kammerer Offroadfans die Möglichkeit geboten, ihrem Sport ausgiebigst zu frönen. Der Sommer wie auch der Herbst GB zählen auch heuer zu der von Joe Lechner ins Leben gerufenen, beliebten Enduro Masters Serie. Diesmal war der Sommer-Granitbeisser an der Reihe zu zeigen was er kann!

Veranstalterhomepage mit offiziellen Ergebnisssen:
http://www.enduromasters.at/ bzw http://www.ec-granitbeisser.at

Als 4. von sieben Rennen dieses Gesamt-Cups wurde dieser Lauf einmal mehr von über 200 Fahrern in Angriff genommen. Das übliche, gerngesehene Prozedere – Samstag Training und Prolog, Sonntag sechs Stunden Rennen mit Startaufstellung nach Prologergebnissen – wird eben gerne angenommen.

Heuer allerdings wurde der schon legendäre Modus spontan am Sonntag geändert. Die unglaubliche Hitze im Steinbruch ließ die Veranstalter schmelzen und sie boten gnädig an, die Renndauer auf 5 Stunden zu verkürzen. Mittels Handheben wurde abgestimmt – 80 % der Fahrer, die im Steinkessel bereits mit rotem Kopf, auf den Start warteten, waren sofort für diese Idee zu begeistern. Die restlichen 20% dankten dieser Entscheidung spätestens nach einer Stunde Rennverlauf.

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Death Valley Temperaturen – gemessene 49,8° C im Steinbruch zwangen selbst die härtesten Burschen in die Knie! Zum wichtigsten Equipment in diesen 5 Stunden zählte sicher der Trinkrucksack. Anscheinend wurde der auch brav verwendet, denn die Rettung zählte so gut wie keine Hitzeopfer!

Also die Idee der Veranstalter, das Rennen zu verkürzen, war schon mal nicht schlecht, doch die Beste Idee von allen hatte einer der Granit Crew, als er begann, die vorbeifahrenden, schwitzenden Motorsportler mit dem Schlauch abzuspritzen. Per Handzeichen konnte jeder Fahrer selbst entscheiden ob er nass gemacht werden wollte. Diese Dusche war sicher allen eine willkommene Abkühlung.

Von der Streckenführung her war neben neuen Streckenabschnitten viel altbekanntes dabei, zusätzlich gab es natürlich mächtige Staubentwicklung – eh klar, macht sich ja super in Kombination mit literweise Schweiß – und als ein Richtungsweiser wurde ein ganz neues Accessoire eingebaut: Das neueste Spielzeug der Kammerers, ein neuer Radlader mit rund 90 Tonnen Eigengewicht, neben dem man sich wie eine Ameise vorkam. Mächtiges Teil! Sich mit dem beim vorbeirasen anzulegen, wäre sicher keine gute idee gewesen…

Auch an die Zuseher wurde gedacht und eine neue „Zuschauerlounge" installiert, um die Strecke fast zur Gänze einsehen zu können! Da kommt Rennfieber auf.

Den Kampf gegen die Konkurrenz, vor allem aber gegen die sengende Hitze, gewann in der Profiwertung Herbert Lindtner vor Thomas Paugner und Hermann Schmalnauer mit 2 Runden Vorsprung! Die starken Konkurrenten dieser Klasse, Stelzmüller und Pöschl mussten vorzeitig aufgeben.

In der Profi Team Klasse ging es knapp her. Brandauer/Günther siegten mit 6 Sekunden Vorsprung auf die Schöpf Brüder. Dritter dieser Klasse wurden Toifl/Fraißl.

Hobby Einzel ging wie folgt aus: R.Neudorfhofer-Myslik, R.Markl, M.Schnattinger

Im Hobby Team Bewerb setzten sich Hutter/Rechberger ab. Zweiter wurden Eder/Stöbich und den dritten Platz belegten Hofer/Schmidthaler.

Bei den Oldboys setzte sich H.Brandtner an die Spitze. M.Kreutzer fuhr auf den zweiten, G.Kriegner auf den dritten Platz.

Die Damenwertung entschied V.Dallhammer vor T.Simbürger und S.Grillitsch für sich.

Bericht und Fotos: Enduro-Austria, Dina
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