Enduro-Trophy Runde 3: Nach dem Auftakt im Lunzer Tiefschnee und der Premierenrunde auf dem Red Bull Ring in Spielberg ging es an diesem Wochenende im altbekannten Guttaring am Schwarzlhof weiter. Bis jetzt auch zweifelsohne das schwerste Rennen in dieser Saison. Das Wetter war vom feinsten, Sonne leichter Wind und eine trockene Strecke machten Hoffnung auf ein herausforderndes, selektives Endurorennen. Pünktlich zu Trainingsbeginn machten sich die zahlreich  angereisten Endurofahrer auf zum Spiel mit Wald und Wiesen. Da zeichnete sich auch schon ab, dass es auch dieses Jahr wieder eine eher staubige Angelegenheit werden wird. Doch nichts desto Trotz, für das Wetter kann der Pirolt Tom und sein Team ja nichts und außerdem wann passts schon ? Wenns regnet, wenns staubt ? Egal, die sehr schöne Strecke machte alles wieder wett...

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Eigentlich war die Strecke fast genau die selbe wie im Vorjahr - mit nur kleinen aber feinen Veränderungen. Diesmal hatte man bei Start-Ziel eine längere Umfahrung für das Baumstammhindernis, Drüberfahren hat sich heuer absolut ausgezahlt. Das etwas knifflige Bergabstück konnte man auch umfahren. Für die schwierige Wiesensektion mit dem Felsen hatte man eine lange Umfahrung gesteckt. Und die anspuchsvolle „Steinauffahrt“ der letzten Jahre konnte man auch umfahren, obwohl sie von Jahr zu Jahr immer fahrbarer wird. Generell muss man sagen, dass man mit den Umfahrungen diesmal genau den richtigen Weg eingeschlagen hat. Es soll ja schließlich noch für Jedermann zu schaffen sein und doch einen Vorteil bringen, wenn man sich die „Gräueltaten“ der Veranstalter antut. Auch die neue Auffahrt im Wald war eigentlich für jeder Mann/Frau zu bezwingen wenngleich sie von Runde zu Runde immer staubiger und wurzeliger wurde.

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Lauf 1: Klasse Junioren E1 Damen und Senioren-(wenn man das bei 40+ sagen darf)


Gestartet wurde wieder aufgestellt in den jeweiligen Klassen getrennt voneinander. Als erste wurde die Klasse E1 auf den ausgetrockneten Kärntner Boden losgelassen. Mit einem perfekten Start konnte sich Bernhard Walzer gleich an die Spitze des Feldes setzen, und fuhr einen souveränen Start-Ziel Sieg ein. Auf den Plätzen konnten sich Markus Auer und Gottfried Winkelbauer einreihen. Bei den Junioren siegte mit über einer Runde Vorsprung Florian Salbrechter vor Martin Ortner und Resinger Robert. In der heuer erstmals ins Leben gerufenen Damenklasse konnte sich Christine Wiesner vor Veronika Dallhammer und Nina Hopf den Sieg einfahren. Bei den 40+ konnte sich der Hard Oldie-Otto Reitberger vor Johann Kaiser und Haki-Gerhard Lechner ganz nach oben auf das Treppchen stellen.

Lauf 2: Klasse E2 und E3

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Bei diesem Lauf war die Strecke naturgemäß schon etwas mehr in Mitleidenschaft gezogen und auch die Staubentwicklung wurde nicht weniger. Desto beeindruckender das die schnellsten Tageszeiten in diesem 2. Lauf aufgestellt wurden. In der am stärksten besetzten E2 Klasse konnte sich der Slowene Thomas Hostinsky der für Bachner-Lunz an den Start ging, den Sieg holen. Auch sehr beeindruckend die Leistung des zweitplatzierten Matthias Wibmer der sich noch vor dem Dritten Patrick Neisser und dem Erzbergbezwinger Lars Enöckl auf das Treppchen stellen konnte.

Gewonnen hat in der starken E3 Klasse Pöschl Rudi auf seiner Rameis-Husaberg. Dahinter der immer wieder von viel Pech verfolgte Markus Tischhart. Dritter wurde der Crosser der immer mehr zum Wurzelfahrer wird: Mario Hirschmugl.

Mario zum Rennen:"Ich hatte einen schlechten Start da mein Motorrad nicht gleich anspringen wollte. Zu allem Überfluss stürzte noch ein Fahrer vor mir, wodurch ich ebenfalls aus dem Sattel meiner KTM musste. Es war eine steile Auffahrt wodurch ich umdrehen musste und einen zweiten Anlauf nahm. Dadurch verlor ich in  der ersten Runde schon mehrere Minuten an Zeit. Durch den extremen Staub war es sehr schwer zu überholen. Ich fand allerdings einen super Rhythmus und konnte mich bis ins Ziel auf Platz 3 vorarbeiten, womit ich sehr zufrieden bin. Am kommenden Wochenende ist Pause bevor es von 7.-10. Juni mit dem Erzbergrodeo weitergeht."

Insgesamt war es ein wirklich gutes Endurorennen. Leider hatte auch die Rettung ein wenig Arbeit, wir wünschen gute Besserung. Die gute Bewirtung und Organisation ist sowieso schon Standard in der Enduro-Trophy. Erwähnenswert ist auf jeden Fall auch der fachkundige Moderator, der sich wirklich mit dem Sport beschäftigt und es versteht, den Zuschauern den Endurosport näherzubringen. Preise gab es bis zum 10. Platz wie immer mit toller Unterstützung der vielen Sponsoren und Gönner für diesen Sport, ohne die so eine Veranstaltung bestimmt nicht diese Qualität hätte.

Text und Fotos: Enduro-Austria