Strahlender Sonnenschein und bestes Enduro Wetter warteten auf Österreichs Renn-Enduristen beim Auftakt zu den Dirt-Rennen der Enduro-Trophy Rennserie. Am Red Bull Ring wurde bei dieser Gelegenheit das erste Rennen überhaupt ausgetragen und insgesamt 226 Starter ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen.

Veranstalterhomepage und offizielle Ergebnisse: http://www.enduro-trophy.at/
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Schon beim Eintreffen im Fahrerlager merkte man, dass der Ring des Getränkeherstellers ein ganz besonderer Austragungsort ist. Parken direkt auf der alten Formel 1 Strecke. Ein asphaltiertes Fahrerlager! Wo gibt's das sonst noch. Jedenfalls musste man, wenn man spät kam bis zu einem Kilometer zur Anmeldung gehen (oder Fahren). So vollgeparkt war es. Nebenbei gibt's vor Ort auch ein paar gute Imbissläden, eine Gokart Bahn und man kann von dort aus auch wunderbar auf der Autorennstrecke zuschauen.

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Nach der Anmeldung, bei der sich vermutlich einige Fahrer einen Sonnenbrand holten, begann man am 10.00 Uhr mit der Einführungsrunde. Man konnte aber auch zuerst zur Einführungsrunde und dann anmelden. Die Strecke war zu diesem Zeitpunkt noch sehr nass und rutschig, aber technisch nicht allzu schwer. Bester Lehmboden.

Rennen 1: Start 13.00 Uhr: Der Start erfolgte sitzend auf dem Motorrad mit ausgeschaltetem Motor. Alle Klassen aus einer Reihe. Per Startschuss (sehr gefinkelt gemacht von Bachler Peter) fuhr man über die eine sehr staubige Asphaltstrecke in das Rennen. Ein Hauch von Supermoto. Der Start war allerdings sehr wichtig, da die enge Strecke meistens nur eine wirklich brauchbare Linie zugelassen hat. In der Anfangsphase gab es wegen dem rutschigen Boden einige Hoppalas, was sich mit zunehmender Renndauer aber änderte, da der Boden phänomenal griffig wurde. Perfekter Grip zum Schluss, kein Staub. Die einzelnen Klassen waren teilweise heiß umkämpft:

Juniors: Souveräner Sieg von Salbrechter Florian, gefolgt von Schwab Harry und Schipper Patrick, die sich ein spannendes Duell lieferten.
Seniors: Lechner Gerhard hat vermutlich ein paar graue Haare bekommen. Das ganze Rennen verfolgt von Liendl Manfred, konnte er ganze 3 Sekunden Vorsprung in das Ziel retten. Dritter wurde Schopol Günter.
E1: Haarsträubend spannend: Auer Markus ganze 4 Sekunden vor Walzer Bernhard. Dritter Platz an Winkelbauer Gottfried
Damen: Drei Teilnehmerinnen. Der Sieg ging an Wiesner Christine

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Rennen 2: Start 15.30 Uhr: Der Start erfolgte gleich wie beim ersten Lauf. Nur die Stecke war von den Fahrern des ersten Laufes dankenswerter Weise trocken und supergriffig gefahren worden. Man konnte das ganze Rennen auf Druck fahren, obwohl es mit der Zeit durch die vielen Wellen ganz schön anstrengend wurde.

Klasse E2: Souverän im Wald von Spielberg. Stocker Daniel, der einen perfekten Start hinlegte und das ganze Rennen nichts anbrennen lies, 2 Minuten dahinter Lars Enöckl. Dritter Platz an Wibmer Matthias.

Klasse E3: Lietz Robert ging anfangs in Führung, dahinter Hirschmann Willi und Pöschl Rudi. Hirschmann Willi übernahm in der 3. Runde die Führung, die er knapp vor Rennende an Rudi Pöschl abgeben musste. Sieger also einmal mehr Pöschl Rudi vor Willi Hirschmann und Krimbacher Gerhard.

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Zur Beschreibung des Veranstaltungsortes braucht man nicht viele Zeilen: einfach perfekt. Die Zeitnehmung war über jeden Zweifel erhaben. Stau bei der Anmeldung wie bei den meisten ersten Rennen einer Serie. Aber man konnte auch zuerst das Training fahren und dann anmelden. Super Sache. Start: Eine Startaufstellung nach Gesamtplatzierung wäre erstrebenswert. Thema Uhr: Vielleicht kann man eine Uhr bei der Vorbeifahrt an der Tankzone installieren um die "Wie lange geht's noch" Fragerei abzustellen.

Jetzt heißt es 2 Wochen warten bis zum Event in Guttaring beim Pirolt Tom. Hoffentlich auf einer ähnlich griffigen Strecke.

Enduro-Austria,  W. R.