Serres-Rally 26. August bis 4. September: "Erstmals bin ich eine Rally mit EXC 450 gefahren – neue Erfahrung: einfacher in den schwierigen Sektionen, aber nicht das geile Rallyfeeling wie mit 690er oder 450er Rally. Stefan Svitko, Ondrej Klimciw, Pedro Bianca Prata, Sebastian Buhler, Robert van Pelt und viele andere Rallystars haben dieses Rennen als Vorbereitung für die Dakar genutzt...

 

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Mit meinem Rallyspezi Jasper RIEZEBOS aus AbuDhabi- und Dakarzeiten habe ich mich wieder oftmals gematcht – am Ende haben wir die Plätze 11 und 16 belegt. Jasper tritt bei Dakar 2017 als Male-Moto-Fahrer, d.h. ohne Unterstützung eines Teams an. Er muss sämtliche Arbeiten am Motorrad selbst erledigen und geht davon aus, dass er keine Nacht mehr als 2 Stunden Schlaf bekommt. Alles nur erdenklich Gute!

Aus österreichischer Sicht sehr erfreulich: unsere zwei Damen Tanja Willmann und Esther Kammer haben die Plätze 4 und 5 in der Damenwertung belegt. Die Endurostage am Samstag zählte leider nicht mehr zur Damenwertung und so sind die beiden knapp am Podium „vorbeigeschrammt“. Die Siegerin der Damenwertung ist zu dieser harten Prüfung nicht angetreten!

Gesamtwertung

1. Stefan SVITKO

2. Ondrej KLIMCIW

3. Andrea COSENTINO

11. Ferdinand KREIDL

Die Betreuung durch Hannes Lukas und Wolfgang Putz von Rally4You war wieder mal perfekt.

 

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SixDays Spanien / Navara 11. bis 16. Oktober

Also: Begonnen hat die ganze Geschichte, als ich bei Günther KNOPPER im schönen Lestein zu Besuch war. Wie immer, wenn ich bei Günther und Barbara bin, gibt es Kaffee und Kuchen. In einem Nebensatz hat mich Günther gefragt ob ich im Oktober Zeit hätte, um mit seinem Clubteam bei den Sixdays in Spanien anzutreten.

Nachdem ich von Kaffee und Kuchen schon etwas eingelullt war, habe ich gesagt „eh klar“!

Und so hat die Kugel den Lauf verlassen. Zwischendurch habe ich die Entscheidung schon hinterfragt, da ich körperlich angeschlagen war: die linke Schulter ist aufgrund mehrerer Aufschläge auf unterschiedlichen Untergründen einfach nicht mehr neu.

Vor dem Rennen:

Am 5. Oktober sind wir angereist und haben uns auf das Rennen vorbereitet. Wichtig war dabei vor allem die Motocross- und Endurotests zu besichtigen, da bei diesen die Plazierung ausgefahren wird. Da ist bei mir wenig „Freude“ aufgekommen – wirklich sehr „crossig“ diese Tests – weder habe ich jemals ein Motocrossrennen bestritten noch trainiere ich diese Disziplin.

Wie bei jedem Rennen administrative und technische Abnahme inkl. Markierung der Radnaben, Zylinder und Auspuff.

Zum Ablauf – Das Rennen:

Da ich auch noch nie ein klassisches Endurorennen gefahren bin, waren die Abläufe neu für mich, doch nicht grundsätzlich anders als beim Rallyfahren.

Jeden Morgen Start am Navara Curcuit. 15Min vor Startzeit kann man das Moped aus dem Parc Ferme holen, 10min vor dem Start geht es in die Workingarea, in der man –und damit ist nur der Fahrer gemeint - am Motorrad arbeiten darf. Drei Fahrer werden jeweils gleichzeitig von der Startrampe schickt.

Danach folgen TCs (Timechecks) und Tests. Die Zeiten zwischen den einzelnen TCs sind vorgegeben. Je nach Untergrund kann es schön knapp werden. Hier fasst man Strafzeit aus, wenn die Zeit überschritten wird. Für jeden, der Nagycenk kennt und dort schon im Regen gefahren ist: ähnlicher Untergrund. Und es hat teilweise stark geregnet. Bei Trockenheit Staub und kaum Sicht.

Jeden Tag 4 TCs und mindestens 3 Tests.

Am Abend hat jeder Fahrer noch ca. 12 Minuten, um Reifen und Bremsbeläge zu wechseln und Luftfilter zu tauschen. Schrauben und Speichen habe ich immer schon tagsüber nachgezogen, wenn Zeit dazu war. Mittlerweile brauche ich für das Wechseln von Reifen hinten und vorne inkl. Luftfiltertausch keine 10 Minuten, Aus- und Einbau inklusive. Wichtig: der Mechaniker darf einem nur das Werkzeug reichen – wenn dieser das Motorrad berührt = Ausschluss aus dem Rennen.

12 Minuten deshalb, da die Bruttozeit zwischen dem letzten Timecheck und der Einfahrt in den Parc Ferme 15 Minuten beträgt, aber man durch das ganze Fahrerlager gurken muss.

 

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Meine Teamkollegen Christian WIPPEL und Rene JESERNIK waren letztes Jahr schon in der Slovakai dabei und die besseren Crosser in unserem Team – alle Achtung! Für die beiden gibt es jeweils eine Silbermedaille – für mich die Bronzemedaille und somit habe ich auch die Vorgabe von Günther Knopper erfüllt: keine Strafzeit.

In der Teamwertung sind wir von 123 Teams auf dem 43. Platz gelandet. Tolles Ergebnis für uns, da in vielen Clubteams auch Profis mitfahren.

Danke an unsere Betreuungsmannschaft: Barbara Schriebl, Sandra Jesernik, Sabine Wippel und „Don Carlos“ Karl Stieber. Günther Knopper als unser Crew-Chief, hatte wie immer die Organisation im Griff. Das Team um den KTM Rennleiter Matthias KUMPF hat uns perfekt mit Ersatzteilen und Werkzeug versorgt.

Conclusio - was würde ich anders machen?

- Motocrosstraining

- Motocrosstraining

- Motocrosstraining

- ..und sonst nichts

 

Quellen: F.Kreidl