Pascal Rauchenecker gewinnt die Eliteklasse beim 1. Aspangrace! Der neue, durch einen Besitzerwechsel notwendige Name des Rennens ist etwas ungewohnt. Für die Fahrer gab es aber keinen Unterschied zu vorher. Beim zweitgrößten Rennen in Österreich ist so ziemlich alles am Start was in der Enduroszene Rang und Namen hat. Nachdem schon Marc Coma, Alfredo Gomez und Manuel Lettenbichler ihre Runden im Bergwerk gedreht haben, wurde heuer der junge österreichische Enduroprofi und Ex-Motocrosser Pascal Rauchenecker eingeladen...

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Seine Topform hat er erst kürzlich bei einem Wild-Card Start in der MX2 Motocross WM mit einem 5. Platz beim WM Lauf bestätigt. Wer soll ihn bitte schlagen und wer müsste dafür noch verpflichtet werden? Werden wir einmal Toni Cairoli am Start sehen? Wie auch immer. Im extrem stark besetzten Rennen der Eliteklasse gab es einen eindeutigen Sieger mit über 7 Minuten Abstand auf den zweiten. Dabei kann er es sich sogar leisten die Vorderbremse zu zerstören und mal 5 Minuten Reparaturzeit einzulegen. Wenn man im Schnitt 1 ½ Minuten schneller fährt wie der 2. kann man sich solche kleinen Zwischenfälle locker leisten. Ein absolut verdienter Sieger.

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Aspangrace Elite: 1. Pascal Rauchenecker, 2. Geier Markus, 3. Wibmer Matthias
Die Bedingungen für das Rennen waren ausgesprochen gut. Es war am Samstag nicht zu warm. Im Gegensatz zu 2015 gab es auch keine allzu große Staubentwicklung. Im Gegenteil, im Wald gab es sogar so was wie Schlammlöcher. Am besten war es aber im Bergwerk. Wenn gerade keiner vor einem war konnte auch der letzte Gang ausgedreht werden. Ein geiles Gefühl, bei dem man sich das Grinsen unterm Helm nicht verkneifen kann. Die Streckenführung kann man als durchaus gelungen bezeichnen. Es gab keinen nennenswerten Stau und an den schwierigsten Stellen hatte man immer mehrere Spuren zur Auswahl.

Die Sieger im Überblick:
Samstag Rennen 1: Klasse 2 - bis 250ccm bis 26 Jahre: Herzog Florian Klasse 3 - bis 250ccm, 26 bis 45 Jahre: Wagenhofer Michael Klasse 7 - Golden League (ab 45 Jahre): Pötz Günter Klasse 8 - Team: Feichtinger Walter/Pöschl Rudi

Das 2. Rennen war naturgemäß schwieriger, weil es am Nachmittag natürlich heißer war. Die Staubentwicklung war auch noch kein Problem. Etwas ermüdend waren die Wellen, die sich herausgefahren haben. Deswegen sind die Zeiten von Rennen 1 und 2 auch nicht vergleichbar.

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Samstag Rennen 2
Klasse 1 - Aspangrace-Elite: Rauchenecker Pascal Klasse 4 - über 250ccm bis 26 Jahre: Krimbacher Manuel Klasse 5 - über 250ccm, 26 bis 35 Jahre: Kofler Christoph Klasse 6 - über 250ccm, 35 bis 45 Jahre: Leitner Oliver
Schnellste Dame: Vieghofer Patricia

Sonntag: Alles dreht sich!

Am Sonntag wurde in die entgegengesetzte Richtung gefahren. Es gab Wellen, die man fast schon als Dünen bezeichnen konnte. Dafür dauerte das Rennen nur 2 Stunden und es wurden auch einige schwierige Stellen herausgenommen. Ein guter Plan an einem derartig heißen Sommertag.
Leider hatten die Veranstalter etwas Pech beim herausnehmen eines schwierigen Streckenteils in der 2. Runde des Rennens. Während der Führende in der Elite Klasse im schwierigen Streckenteil steckte wurde der 2. umgeleitet. Somit gab es einen Führungswechsel ohne Überholmanöver. Der Sieger konnte allerdings wirklich nichts dafür und gewann letztendlich in überlegener Manier.

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Bild: Herrliche Auffahrten in Serie

Ergebnisse Sonntag:
Klasse 1 - Aspangrace-Elite: Bertl Philipp Klasse 2 - bis 250ccm bis 26 Jahre: Riegler Mario Klasse 3 - bis 250ccm, 26 bis 45 Jahre: Wagenhofer Michael Klasse 4 - über 250ccm bis 26 Jahre: Sieber Marcel Klasse 5 - über 250ccm, 26 bis 35 Jahre: Simon Thaler Klasse 6 - über 250ccm, 35 bis 45 Jahre: Kern Thomas Klasse 7 - Golden League (ab 45 Jahre): Jeitner Roland Klasse 8 - Team: Geier Markus/Reichinger Florian Klasse 9 – Youngsters: Mayrhofer Sven Klasse 10 – Väter: Lindtner Herbert

Resümee: Trotz neuem Namen ist die Veranstaltung für die Fahrer genau gleich wie vorher. Es ist und bleibt eines der besten Rennen in Österreich. Das sieht man alleine daran wie schnell die Startplätze ausgebucht sind. Außer dem Erzberg gibt es auch kein Endurorennen mit mehr Zusehern. Es ist einfach ein geiles und vor allem familiär gebliebenes Rennen. See ya next year :-)

Alle Ergebnisse auf www.aspangrace.at

 

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Bild: Voller Einsatz bereits bei den Kleinsten Fahrern

 

E.A.R.T. Fahrer Sven Mayrhofer zum Rennwochenende:

Unser E.A.R.T Fahrer Sven Mayrhofer war alle drei Tage mittendrin statt nur dabei und erzählt über „sein“ Wochenende: „Für die Meisterschaftsfahrer des Juniorenendurocups begann das Rennwochenende schon Freitags. Um acht Uhr in der Früh durften wir mit nationalen sowie internationalen Endurostars trainieren. Vormittags fuhren wir mit Patrick Käferschlager Einzelteile der Strecke ab um sie genauer unter die Lupe zu nehmen. Das klare Highlight des Tages war aber, dass wir mit Alfredo Gomez trainieren durften. Es ist beeindruckend wie ruhig und mühelos er schwierige Passagen bewältigt. An dieser Stelle muss man schon ein großes Lob an das 5/18 Team aussprechen, dass uns solche Trainings angeboten werden!

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Bild: Sven Mayrhofer mit einem Vorderrad - "Patschen" trotzdem noch als Gewinner ins Ziel gefahren

 

„Am Samstag startete für mich der erste Renntag! In meiner Klasse (Klasse 2; bis 250ccm; bis 26 Jahre) nannten sich viele Fahrer die mir gerade leistungstechnisch überlegen schienen. Leider passierte mir es gerade in dieser Situation, dass ich den Vorstart etwas verpasste und mich hinter der Konkurrenz anstellen musste... Aber als der Start halbwegs gut verlief kam in mir wieder Euphorie hoch und ich konnte das Feld mit meiner Braumandl KTM von hinten aufholen. Nach drei Stunden Renndauer und viel geschluckten Staub konnte ich mich wieder am vierten Platz finden!“

„Um 7:00 klingelte der Wecker am Sonntag. Die Muskeln waren noch etwas zäh, aber was soll´s! Am zweiten Renntag dürfte die Youngster-Klasse des Juniorenendurocups beim Hauptrennen starten. Bei dieser Meisterschaft galt es für mich nach zwei verpatzten Rennen das Ruder umzureißen um endlich Punkte zu holen. Also war ich überpünktlich beim Vorstart um ja nicht den gleichen Fehler wie am Vortag zu machen und einen guten Startplatz zu ergattern.
Als der Startschuss fiel konnte ich gleich in der zweiten Kurve die Führung übernehmen. Mein Glück hielt aber nicht lange, denn als ich versuchte bei einer Waldauffahrt einen Stau auszuweichen verfing sich ein riesiger Ast zwischen Schwinge & Hinterrad. Verzweifelt versuchte ich mein Motorrad zu befreien, musste aber zusehen wie ein Fahrer nach dem anderen überholte.

Erst mithilfe eines Streckenposten konnte ich wieder starten. Eine erneute Aufholjagd stand vor mir! Nach rund einer Stunde war ich wieder am zweiten Platz und musste mich gegen den bayrischen Nachwuchsfahrer Matthias Thurl behaupten. Nach einigen Überholversuchen klappte es endlich und ich konnte die Führung übernehmen. Doch in der letzten Runde wurde es nochmal richtig heikel für mich. Bei einer Schlammpassage übersah ich einen Stein und merkte sofort, dass sie Luft aus meinen Vorderreifen war! Schnelles Fahren wurde daher unmöglich und ich versuchte alles um meine Position zu halten. Dennoch konnte ich mit letzter Kraft, in Führung liegend, ins Ziel retten!“
Auch die ganz Kleinen waren beim AspangRace 2016 wieder voll dabei!"

 

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E.A.R.T. Fahrer Fabian Kaltenbrunner erzählt von seinen Rennerlebnissen:

"Am Freitag ging es für die 5/18 Juniorendurocupfahrer schon um 08:00 Uhr mit dem Training los, als Startrainer war dieses Mal Enduroprofi Alfredo Gomez mit dabei. Gomez hat sich viel Zeit für uns genommen und vermittelte uns wertvolle Tipps und Tricks. Am Rennsonntag pünktlich um 11:00 Uhr fiel der Startschuss.

Der Start ist mir leider nicht gut gelungen und so ging ich als Vorletzter ins Rennen, zusätzlich kam in der ersten Runde noch ein heftiger Abflug dazu, bis ich und meine KTM wieder einsatzfähig waren, befand ich mich an der letzten Stelle des 12-köpfigen Starterfeldes. Erschwerend kam dazu, dass im selben Rennen die Klasse JE1 – 50ccm und JE3 – 85ccm unterwegs waren und somit ein reges Treiben auf der staubigen Strecke herrschte.

Im Laufe des 45-minütigen Rennens konnte ich mich jedoch Platz für Platz nach vorne kämpfen und mich schlussendlich noch über den 6ten Platz freuen. Durch meinem 2. Platz in Grafenbach und meinem 3. Platz in Lunz/See konnte ich in der 5/18 Meisterschaftsgesamtwertung den 2. Platz verteidigen. Jetzt heißt es nochmals hart trainieren damit ich beim Finale in Schrems nochmals eine Top Platzierung einfahren kann. Am 10.Septemper findet der nächste Lauf zur ACC Serie in Haidershofen statt, wo ich wieder in der Wild Child Klasse antreten werde."

 

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Bild: Patricia Vieghofer (E.A.R.T.) gewinnt in Aspang!

 

Fotolinks: Wie immer wurden in Aspang jede Menge Fotos gemacht. Anbei die wichtigsten Fotolinks:

Fotos Enduro Austria AspangRace 2016
Fotos Enduro Austria AspangRace 2016 - JuniorEnduroCup
Fotos: www.sportpixel.eu
Fotos: www.sportograf.com

 

Servus Krone TV-Beitrag:

Videolink: https://youtu.be/cTsNKY6aVSA

 

Kurzes Video der "Einfahrt Startkurve" 5/18 JuniorEnduroCup Aspang:

Videolink: https://youtu.be/OzlOr-7izuM

 

Berichte: Enduro-Austria, Wolfgruber, Mayrhofer, Kaltenbrunner
Fotos: Enduro Austria, Günter Tod