Red Bull Romaniacs, Tag 4: Wade Young erringt den Tagessieg. Jarvis holt sich souverän die Gesamtwertung und gewinnt die "Romaniacs" zum 5.Mal ! Beste Österreicher, allerdings nicht im Ziel: Auf Rang 15. Lars Enöckl; 30. Philipp Bertl...

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Die Tageswertung:

1. Wade Young
2. Graham Jarvis +9Min
3. Alfredo Gomez + 18Min
15. Lars Enöckl
30. Philipp Bertl

Gesamtwertung:

1. Graham Jarvis
2. Alfredo Gomez +35Min
3. Wade Young +40Min
4. Mario Roman +1h 2Min
5. Scott Bouverie +3h 37Min

Vor dem letzten Tag hat es in der Nacht heftig geregnet. Deswegen wurde die Strecke angepasst und war eher schnell und verglichen mit den letzten 3 Tagen leicht bewältigbar. Jarvis hat natürlich nicht mehr viel riskiert. Am letzten Steilhang vor dem Ziel hat Jarvis dann vor hunderten Zusehern gezeigt, warum er so überlegen gewonnen hat. Kein anderer Fahrer kann so einen Steilhang mit einer derart lässigen Eleganz bewältigen. Ohne Chicken-Line wären sowieso nur 3 Fahrer raufgekommen.

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RBR 2016: Resümme

Leider hatten die Österreicher heuer etwas Pech: Philipp Bertl hat sich am ersten Tag mit der Reifenwahl vergriffen und ist ohne Stollen an den letzten Pro-Auffahrten gescheitert. Lars Enöckl hatte am 3. Tag einen Bremsdefekt der ihm eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hat. Benjamin Diesel musste leider wegen einer Krankheit den Start absagen. Hoffentlich geht nächstes Jahr wieder mehr.

Wie erging es den anderen Österreichern?

Alles schaut immer auf die Gold-Klasse. Die Fahrer in den anderen Klassen leisten nicht viel weniger. Die „unmöglichen“ Streckenteile fehlen. Trotzdem, wer in der Silber Klasse finisht hat Auf- und Abfahrten erlebt, die in Österreich keiner je erblickt hat. Es gibt bei Silber und Bronze Abfahrten, bei denen auch Top10 Gold Fahrer bergab schieben müssen. Dann kommt noch die Länge der Rennens dazu. Sieben Stunden Renntempo mit einer Pause sind nicht leicht zu verkraften. Nach 4 Tagen kennt dann jeder seine Leistungsgrenze.

Klasse Silber Overall:

27. Florian Kirchmayer
73. Jürgen Krupschak

Klasse Bronze Overall:

34. Martin Lindtner
63. Peter Nesuta
131. Markus Oberndorfer

Klasse Iron Overall:

10. Michael Petkov
30. Werner Heissig
42. Wolfgang Payr

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Wir haben und das Rennen mal als Guide angesehen. Die Silber-Klasse könnte man von der Fahrtechnik her schaffen, wenn dass mit der Distanz nicht wäre. An Gold sollte man nicht einmal denken. Bronze könnte man fahren, wenn man längere Ausfahrten trainiert. Man sollte sich dass aber vorher genau überlegen und sich entsprechend vorbereiten. Wir haben etliche Fahrer aus dem Track gerettet. Konditionell am Ende wird die Fahrtechnik nicht besser. Bei Bronze Abfahrten haben wir 50 Meter abgestürzte Motorräder geborgen. Die Verletzungsgefahr ist ganz anders als bei Rennen in Österreich.

Jeder wünscht einem für so ein Rennen viel Spass. Aber jetzt mal ganz ehrlich. Hat man den? Es ist irgendwie so wie bei einer Everest Besteigung. Mach keinen Spass. Ist auch nicht lustig, aber wenn man es geschafft hat dann hat man etwas erreicht, was einem mal einer nachmachen muss.

Spass gibt’s dann auf der Abschlussparty!

Ergebnisse: http://www.redbullromaniacs.com/results/results-2016/day4/official-overall-results-2016/

 

Bericht: Enduro-Austria, R.W. und W.S.
Fotos: Irina Gorodniakova