Wie beim ÖEC üblich, gibt es vor dem Rennen einen Trainingstag. Es kann somit jeder die Strecke kennenlernen, etwas am Motorrad testen, am Fahrwerk herumspielen oder einfach nur rumfahren und anschließend im Zelt etwas essen und trinken...

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Die Bedingungen waren jedoch schwieriger als es den Anschein hatte. Da es schon lange nicht geregnet hatte, staubte es an manchen Stellen bereits gewaltig. Vor allem die „Anlieger“ entpuppten sich als hinterhältig. Wollte man sich nämlich in die Kurve „reinhauen“ geschah dies oft im wahrsten Sinne des Wortes. Ein loser Staubhaufen gibt halt keinen Halt. Doch zum Glück kam am Abend dann doch noch der ersehnte Regen. Somit konnte sich der Staub etwas binden und am Renntag herrschten dann perfekte Bedingungen.

Ab 8 Uhr morgens stand dann die Sonderprüfung zur Qualifikationsrunde bereit. Soll heißen, dass die Einführungsrunde zugleich mitgestoppt wird und dann als Startaufstellung fürs Rennen hergenommen wird. Auf das Rennergebnis selbst hat die Quali keine Auswirkung. Man startet einfach etwas später in die Etappe.

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Als erster nahm Fabian Planet, langjähriger WM-Fahrer und mehrfacher französischer Meister, die Runde in Angriff. Trotz noch nasser Strecke scheuchte er seine Factory Sherco in unter 4 Minuten um den Kurs. Somit war er auch der Erste der um 11 Uhr ins Rennen ging. Los ging es unter dem Stall in den Wald hinein. Schon nach ein paar Minuten die erste Kreuzung. Schwer oder Leicht stand auf einer Tafel zu lesen. Und schwer bedeutete beim ersten Checkpoint auch schwer. Ein Hang im Wald, wenig Anlauf dafür viele Wurzeln und am Ende noch etwas loses Geröll.

Da vor allem am Anfang noch alle recht motiviert waren war der Hang bald voll. Rauchende Motoren, dampfende Helme und durchdrehende Räder. Zum Glück hatten die Herren von der Kontrollstelle ein wenig Mitleid und halfen so gut es ging um alle irgendwie raufzubringen. Zum Glück fuhren sich ein paar Spuren aus und es wurde im Laufe des Tages „fahrbarer“. Endlich wieder aus dem Wald raus wartete auch schon der Hausberg auf seine Bezwingung. Die mutigen gerade über die Steinkante, die Kämpfer am Rande im Slalom hoch. Hier wurde den Zusehern wie jedes Jahr wieder ein tolles Spektakel geboten. Vor allem die Händler haben eine Freude an solchen Stellen. Nasse Steine plus viele Zuseher ergibt viele Ersatzteile. Die Motocrosser konnten den Felsen natürlich komplett auslassen. Insgesamt war die Etappe sieben Mal zu bewältigen, und nach der 1. 3. 5. und 7. Runde musste die Sonderprüfung gefahren werden.

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Gestartet wurde direkt vor dem Zelt. Zuerst ein paar künstliche Hindernisse, dann andrücken über die Wiese und in den Wald hinunter. Immer in der Balance zwischen Vollgas und Sicherheit. Es waren ja doch einige fiese Stellen im Wald versteckt. Vor allem musste man auch vorrausschauend fahren um nicht hinter einem langsameren Fahrer auf einmal festzustecken.

Am besten kam wie erwarten Fabian Planet zurecht. Er scheuchte seine 300er 4-Takt Sherco in gut dreieinhalb Minuten um den Kurs und holte sich verdient die Tageswertung. Nur, viel fehlte unseren Osttirolern auch nicht. Overall zweiter wurde Martin Ortner knapp gefolgt vom E.A.R.T.- Fahrer Christian Resinger.

Die genauen Ergebnisse gibt es unter www.endurocup.at

Unterm Strich können wir nur sagen. Super Veranstaltung. Wetter hat gepasst, die Strecke war schnell, langsam, schwer, leicht, Wurzel, Steine, Wiesen, Wege, ... einfach für jeden was dabei. Auch ein großes Dankeschön an die Familie Pirolt für die meisterliche Bewirtung und das tolle Rennen.
Mit dem ÖEC geht’s am 10/11 Juni beim Sommerenduro in Lunz weiter. Der Hacki und sein Team freuen sich schon auf euer kommen.

Bericht: Enduro-Austria A.E., Fotos: Anna Larissa Redinger