Die bereits 5. Ausgabe des "Regiment 13" Hard Enduros fand vom 27. bis 29.August in Rumänien statt. Das Base Camp befindet sich in Poiana Marului ,von Wien 670 Km entfernt und in ca. 7 Stunden zu erreichen. Der Ort lieg an einem Stausee im Natura 2000 Gebiet und bietet feinstes Gelände für Wanderer und Endurofahrer. Leider sind die letzten Kilometer Anfahrt noch immer nicht saniert und die alte Betonstraße in recht schlechtem Zustand. Aber Radio laut aufgedreht und max. 30 Km/h dann geht das...

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Der Bewerb begann heuer schon am Donnerstag mit der Anmeldung und am Nachmittag mit einem ca. 25 km langem Prolog. Die Organisation ist gut eingespielt und das Anmelden geht recht flott ,obwohl 62 Starter für die Klasse A (Profi) und 213 Starter für die Klasse B (Hobby) angereist sind. Das Starterfeld ist International: Rumänen, Deutsche ,Österreicher, Polen, Tschechen, Ungarn, Engländer, Südafrikaner und noch einige weitere Nationen waren vertreten. Insgesamt waren Starter aus 14 Ländern dabei. Auch merkt man, dass Rumänien ist 2-Takt Land ist. Nur 27% Prozent der Starter setzen auf ein 4-Takt Motorrad.

Der Prolog am Donnerstag Nachmittag beschert alle möglichen Geländevariationen.Gleich für beide Klassen und ohne die sonst üblichen künstlichen Hindernisse. Steile Auf-und Abfahrten, nasses Bachbett, Almwiesen und schnelle Schotterwege. Zum Schluss noch durch ein altes russisches Hotel. Für die meisten Fahrer in knapp einer Stunde gut bewältigbar. Die richtigen Könner sind natürlich um einiges schneller.

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Klasse A
1 Jozsa Norbert Levente 0:36:47
2 Martin Volný 0:37:07
3 Blake Gutzeit 0:37:23

Klasse B
1 Vlastimil Stupka 40:04
2 Miroslav Skuta 40:09
3 Roman Hájek 40:44

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Die angereisten Österreicher schlugen sich ebenfalls sehr gut:

Klasse B: 20 Herbert Preuhs 44:56, 23 Oliver Leitner 45:05, 30 Stefan Schlaf 46:02
Klasse A: 23 Manuel Preuhs 43:29,24 Florian Kirchmayer 43:31,58 Martin Postl 50:42 - Vater und Sohn Preuhs gingen hochmotiviert ins Rennen und konnten die restlichen Österreicher hinter sich lassen. (Die Zwei am nachfolgenden Foto sind nicht Vater und Sohn;-)

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Am nächsten Tag ging es nach einer kurzen Startverzögerung so richtig los. Eine knackige Runde mit ca. 85 Km Länge war zu bewältigen. 9 Checkpoints und 2 Tankpunkte für Alle und für die Klasse A galt es noch zusätzlich 6 besonders schwierige Streckenteile zu befahren. Aufgrund der großen Trockenheit war die Strecke gut fahrbar. Am Anfang ein Teil vom gestrigen Prolog und dann endlose Auf und Abfahrten, flotte Waldwege, kleine Bäche gespickt mit Holz.

Ein Enduroparadies. Für die Profifahrer ging es bald in ein steiles Bachbett wo sich nach kurzer Zeit alle Fahrer versammelten. Einigen dauerte das zu lange, sie drehten wieder um, verpassten so einen Checkpoint und kassierten 2 Stunden Strafzeit. Martin Volny ließ den zweiten Platz vom Prolog nicht auf sich sitzen und beendete nach 3:16:40 als erster den Tag. Platz 2 Blake Gutzeit 3:19:47. Dritter war der Rumänische Lokalmatador Jozsa Norbert Levente vom Team BGS in 3:23:08.

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Manuel Preuhs schlug sich tapfer und beendete den Tag ohne Strafzeit nach 6:01:01 Stunden Fahrzeit. Florian Kirchmayer bekam leider Probleme mit der Kühlung seiner Sherco und musste das Motorrad mit Defekt abstellen. Der Team 907 Fahrer war am Abend sichtlich geknickt, hatte er sich doch einen Platz im vorderen Drittel erwartet. Michael Schönbacher beim Prolog noch nicht unter den ersten 30 fuhr nach 6:53:59 ins Ziel.

Martin Postl kam nach einem verhaltenen Prolog immer besser in Schwung, nahm statt dem Stau im Bachbett die Strafzeit in kauf und beendete den Tag nach 7:48:59 (incl 2 Stunden Strafzeit). In der Hobby Klasse konnte Tomaš Hodas den Tag als Erster beenden 2:46:57.Miroslav Skuta wurde in 2:47:50 Zweiter und Roman Hájek in 2:47:56 Dritter. Der schnellste Österreicher war Oliver Leitner in 3:05:56 auf Platz 16.Florian Gschaider 3:13:32 und Stefan Schlaf 3:16:28

Tag 3:

Start war am dritten Tag um 09.30 Uhr ca. 5 km entfernt vom Base Camp. Wieder ca. 85 Km Strecke, 9 Checkpoints, 2 Tankpunkte und für die Profis in der A Klasse noch 6 zusätzliche schwere Loops. Die Charakteristik des Terrains war etwas steiniger als am Vortag aber wunderschön. Bei der Fahrerbesprechung wurde empfohlen bei einigen Abfahrten zu schieben. Dort angekommen hätte ich auch nicht gewusst wie man da runter fahren kann..

Blake Gutzeit wurde seiner Favoritenrolle gerecht und beendete den Tag auf Rang 1 in 3:53:39 und war somit der einzige Profi unter 4 Stunden. Andy Noakley aus England wurde Tageszweiter in 4:03:57 und Jozsa Norbert Levente am dritten Platz in 4:07:50. Pech hatte leider der stark fahrende Manuel Preuhs. In einem Profiabschnitt schlug seine GasGas mit dem Kühler auf einen Stein dabei wurde der Kühlerverschluß beschädigt. Er konnte den Defekt zwar notdürftig beheben, fuhr aber aus Sicherheitsgründen um weiteren Schaden zu verhindern den Hobbytrack weiter ins Ziel.

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Michael Schönbacher besster Österreicher 5:15:14. Manuel Postl war mit seinem Tag zufrieden und kam nach 6:01:05 mit allen CPs, und im gutem Mittelfeld liegend, ins Ziel. In der Hobby Klasse schlug Miroslav Skuta zurück und wurde in 2:33:24 Erster vor Lukáš Kulhánek in 2:34:08 .Am dritten Platz Roman Hájek ,2:40:05. Die Österreicher fuhren beständig im vorderen viertel. Allen voran Oliver Leitner (Flatischler Racing) in 3:01:25, Florian Gschaider in 3:07:07 und Stefan Schlaf 3:07:51

Gesamtergebnis:

Klasse A

1 Blake Gutzeit 7:50:49 1
2 Jozsa Norbert Levente 8:07:45 2
3 Andy Noakley 8:21:41

Klasse B

1 Miroslav Skuta 6:01:23
2 Roman Hájek 6:08:45
3 Tomaš Hodas 6:10:25

Die besten Österreicher in der Klasse A : Platz 22 Michael Schönbacher, Platz 30 Volker Pertl, Platz 31 Martin Postl,Platz 38 Manuel Preuhs.
Die besten Österreicher in der Klasse B : Platz 17 Oliver Leitner,Platz 24 Florian Gschaider,Platz 26 Stefan Schlaf

Regiment 13 Hard Enduro Race, sicher ein Rennen zum Weiterempfehlen. Gute Organisation, Strecke top ausgeschildert, traumhaftes Endurogelände. Die Klasseneinteilung Hobby B und Profi A täusch ein wenig. Auch die B Klasse ist für echte Einsteiger eher wenig geeignet, und gutes Fahrkönnen gefragt. Die letzten Hobbyfahrer, die ohne einzelne Checkpoints auszulassen ins Ziel kamen, benötigten über 7 Stunden pro Tag.

Link und Ergebnisse: http://www.regiment13.ro/home

Bericht: Enduro-Austria, Stefan Schlaf
Fotos (c): Yana Stancheva, Anton Anestiev, Enduro-Austria