23. bis 29. August: Diese Rally hat unter FIM-Aufsicht stattgefunden – was immer das auch hätte bedeuten sollen. Es war eine Internationale FIM Lizenz Cross Country Rally notwendig oder man konnte vor Ort eine Lizenz von der griechischen Föderation kaufen – um satte € 200,-. Das war aber nicht genug...

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Meine Rallyspezies Günter Lasselsberger und Roland Hartl mußten dann noch eine „Freigabe“ bei der OSK holen, was aber über Nacht sehr unbürokratisch und schnell ging. Für mich kein Problem, da ich ja eine Jahreslizenz besitze und mir vorab meine Startberechtigung geholt habe. Falls jemand nächstes Jahr bei dieser Rally starten möchte – unbedingt vorher mit OSK abklären.

Die Krise: Keine Spur einer Krise in Serres – es wird in diesem Ort gearbeitet und gefeiert, auch unter der Woche. Und das, obwohl Serres keine Touristenstadt ist, da diese ca. 1h Fahrzeit vom Meer entfernt liegt.

Die Abnahme: Gemäß Ausschreibung und FIM Regelement waren neben den StVO-Teile wie Spiegel, Hupe usw. auch die Notausrüstung Pflicht. Die Überprüfung, ob diese tatsächlich an Bord war, hat nicht stattgefunden.

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Das Rennen: Die Serresrally ist eine Enduro-Rally. Das habe ich aber in einem Anfall von Leichtsinn negiert und dafür die Rechnung präsentiert bekommen: Meine KTM Rally 690 ist zu breit und hat für diese Art von Rennen zu wenig Lenkeinschlag. Viele Stellen waren nur mit Gewalt passierbar – der Motorschutz und die Fronttanks sind einfach zu breit für die engen Kurven in steilen Auf- und Abfahrten. Jetzt sind mal Ersatzteile um ca. € 3.000,- fällig.

Abgesehen von diesen materialmordenden und auch körperlich sehr qualvollen Momenten war es wieder ein absolut tolles Rennen. Jeden Renntag Sonnenschein und über 30°C.

Von Donnerstag auf Freitag war eine Marathonetappe mit Schlafen im Zelt und einer Brutalreparatur der hinteren Felge. Ansonsten wäre ein Weiterfahren nicht möglich gewesen, da ein Teiletausch bei einer Marathonetappe nicht erlaubt ist. Statt der Dusche Schwimmen im Fluß – sehr erfrischend.

Ein detallierten Tagesrennbericht gibt es dieses mal nicht – ich lasse die Fotos sprechen.

Gesamt 1.700km in 6 Fahrtagen plus Prolog. Ich fahre diese Rally definitiv nochmal, aber dann mit meiner KTM 450 EXC.

Ergebnis, gesamt

1. KLIMCIW Ondrej, CZ

2. SCHEDER Karel, CZ

3. VERHOVEN Frans, NL

9. KREIDL Ferdinand, A, (1.Platz über 600ccm)

26. SUMNER Paul, GB (2.Platz über 600ccm)

38. OBONO Vladimier, SK (3.Platz über 600ccm)

Was steht an? Marokko-Tour von 29. Oktober bis 12. November. Wird eine Mischung aus Training und Urlaub. Freue mich enorm auf dieses faszinierende Land.

Quelle: Kreidl, Fotos: Dimosthenes Papadopoulos/Kreidl