Nachdem wir in der Enduro Trophy heuer schon Eis-, Schnee-, Hitze- und Staubrennen hatten war klar, was in der Rachau kommen wird: Regen!!! So war es auch. Nach der langen Hitzeperiode gab es am Tag vor dem Rennen einen ausgiebigen Regenguss, der die Strecke sagen wir mal staubfrei machte. Man muss aber dazu sagen, dass der trockene Waldtrack das Ganze recht gut vertragen hat und die Strecke im ersten Rennen in ausgezeichnetem Zustand war. Heftig wurde es dann im 2. Rennen, als es wieder zu regnen begann...

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Rennleiter Peter Bachler hat allerdings in weiser Voraussicht den Start vorverlegt, damit man eventuell dem angekündigten Gewitter ausweichen könnte. Leider oder Gott sei Dank, liegt ganz im Auge des Betrachters, ist das nur teilweise geglückt. (Manche mögens rutschig) Es gab im 2. Lauf dann mehrere heftige Regenschauer. Für die Pros war die Strecke trotzdem weiterhin recht gut fahrbar. Den Wiesensprung hat dann aber keiner mehr so richtig voll genommen. Die Rundenzeiten wurden schlechter und auf der Strecke fühlte man sich relativ einsam.

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Des einem Leid ist des anderen Freud und so kommt es, dass sich 2 Regenspezialisten mit ihren 2-Taktern unter diesen schwierigen Bedingungen ganz vorne platzieren konnten. Knapp dahinter Matthias Wibmer, der unter den Augen der gestrengen Marshalls bei einer Ausweichaktion 2 Minuten Strafzeit kassiert hat.

In der Pro-Klasse war auch ohne Meisterschaftswertung fast die gesamte Enduroelite Österreichs am Start.

Ergebnis:

1. Hostinsky Thomas
2. Ortner Martin
3. Wibmer Matthias

Gesamtwertung: Es bleibt spannend. Hostinsky führt 3 Punkte vor Wibmer, wobei Wibmer das bessere Streichresultat hat. Falls Wibmer in St. Georgen vor Hostinsky gewinnt, haben beide gleich viele Punkte und jeweils 2 Siege. Das wird was fürs Reglement.

Klasse E1:

1. Jaka Bizjak
2. Tomaz Podvratnik
3. Frenkenberger Daniel

Klasse E2:

1. Stocker Willi
2. Aleks Mlekutz
3. Hubmann Marco

Klasse E3:

1. Striessnig Andreas
2. Schwab Harry
3. Hutter Georg

Klasse Junior

1. Dolzer Michael
2. Ortner Markus
3. Spari Martin

Klasse 40+:

1. Lechner Gerhard
2. Plut Andreas
3. Gutensohn Ernst

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Zu den Rennen und den Strafzeiten muss man noch dazu sagen, dass es sich hier um keine Abkürzer im eigentlichen Sinn handelt. Es ist immer eine Interpretationssache, ob man eine um 5 Meter abweichende Linie akzeptieren kann, wenn ein Fahrer in einem Schlammloch steckt und es keine andere Spur gibt. Die Enduro-Trophy hat sicher die strengsten Aufpasser in der ganzen österreichischen Rennszene. Was aber begeistert: Es wird kein Unterschied gemacht. Pro oder nicht Pro. Es werden alle gleichbehandelt. Das ist gut so.

Elf Team Trophy und Junior Cup

Wer glaubt, dass es am Samstag rutschig war, hat am Sonntag dann erlebt, wie extreme es noch werden kann. Der Dauerregen in der Nacht hat der Strecke den letzten Rest gegeben. Ungläubige Blicke in der Früh. Kann man da fahren? Nach dem Training war aber klar. Es ging. Und zwar auf nahezu unveränderter Strecke. Das Resultat war aber eine Schlammschlacht der besonderen Art.

Ergebnisse: Elf Team Trophy

1. Team Allergo-San (Philipp Bertl alleine)
2. Motec Racing Team (Kofler/Striessnig)
3. E.A.R.T. 1 (Stocker/Wolfgruber)

Kids:

Klasse 50ccm:

1. Gruber Christoph
2. Ranner Tim
3. Walch-Javnik Julian

Klasse 65ccm:

1. Hölzl Luca
2. Wender Moritz
3. Gronalt Nico

Klasse: 85ccm:

1. Rinner David
2. Hansmann Oliver
3. Bischof Klaus

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Nächster Termin ist der 19. September auf einer der schönsten Endurostrecken Österreichs in Sankt Georgen ob Judenburg. See Ya

www.enduro-trophy.at

Text: Rüdiger Wolfgruber

Fotos 1-3: HQSuperphoto
Foto 4: Hannes Kundegraber