Für die mit 160 Kilometer veranschlagte letzte Etappe gab es vor allem eine Devise: Durchhalten und ins Ziel kommen. Eventuell noch einen Platz herausholen, wenn ein anderer Fahrer in Reichweite ist. Durchkommen am letzten Tag ist aber quasi ein Muss nach all den Strapazen. Die Etappe zeigte sich auch nur zu Beginn von der schwierigen Seite. Es gab ein paar härtere Loops, aber nichts, was nach bisher gebotenen nicht machbar wäre...

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Zum Schluss hin wurde es dann immer flacher und recht schnell. Zum finalen Zieleinlauf hat man sich auch heuer wieder was einfallen lassen. Künstliche Hindernisse und ein Gatschloch der allergemeinsten Sorte. Dort mussten alle Klassen durch. Zum Fahren ging das nicht. Schieben, Zahen, Fluchen, irgendwie geht’s immer. Benjamin Diesel hat sich das etwas genauer angesehen. Aber immerhin. Sein Helm blieb noch sauber.

Ein hervorragendes Ergebnis. Die Romaniacs in der Gold-Klasse zu finishen ist quasi mit einem Durchkommen am Erzberg gleichzusetzen. Man ist dann im Olymp des Hardenduros.
Die vielen Kilometer merkt man den Teilnehmer mittlerweile ziemlich stark an. Aber im Finish überwiegt dann doch die Euphorie und man kann das am strahlenden Lächeln der Teilnehmer bemerken. Man weiß, was man da geleistet hat. Technisch schwer waren vor allem die ersten 2 Etappen. Dann wurde es schneller. Ein Top Enduro in allerschönster Landschaft. Bachbette, Almen, ewig lange Auf- und Abfahrten, Singletrails. All das brennt sich in die Köpfe der Teilnehmer ein. Hardenduro in Reinkultur.

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Das Rennen war sehr gut organisiert. Essen, Hotel, alles dabei. Aber es hat ja auch seinen Preis. Die Fahrer Berichten übrigens von keinen gröberen Blessuren. Nicht einmal arge Blasen oder Ähnliches. Aber dafür gabs ja bei allen eine akribische Vorbereitung. Auch die Motorräder haben alles heil überstanden. Bis auf verbogene Lenker, Kratzer usw. Aber bei 30 Stunden Hardenduro im Renntempo kann man ja annehmen, dass das Motorrad nicht neuer wird. Reifen gab es jeden Tag neue. Mitas Doppelgrün für die Meisten. Die Macht im schweren Gelände.

Einzelne Statements zum Romaniacs Erfolg:

Philipp Bertl: Ich bin sehr zufrieden. Beim ersten Antreten als 13. zu finishen ist sehr gut. Was fehlt ist natürlich die Erfahrung. Ich denke, dass nächstes Jahr noch mehr möglich ist. Das Navigieren hat mir am Anfang auch noch Probleme bereitet. Ich bin dann aber immer besser damit zurechtgekommen. Bester Beta Fahrer zu sein ist natürlich auch sehr wichtig.

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Auch Philipp Schneider zeigte sich zufrieden. Er konnte schon letztes Jahr finishen und hat sich heuer verbessert. Es geht noch immer nach oben.

Benjamin Diesel als 18er war öfter knapp an der Zeitgrenze zum Ausfallen. Er hat es aber immer wieder geschafft ohne Strafzeit im Rennen zu bleiben und ist überglücklich mit dem Ergebnis.

Die Silver Klasse:

In der Gesamtwertung der zweitstärksten Klasse konnten gleich mehrere Österreicher unter den ersten 30 aufzeigen. Andreas Toifl wird gesamt 17 vor Lukas Bleiner. Martin Rathgeb, Patrick Käfer-Schlager und Gerhard Baier haben es auch unter die ersten 30 geschafft. Insgesamt waren weit über 100 Teilnehmer am Start.

Patrick Käfer-Schlager vom Team 907 Racing zum Rennen:

Nur noch heute – Offroad day 4: Zeitig in der Früh ging es wieder raus zum Start und schon beim Anziehen habe ich die langen Tage davor im ganzen Körper verspürt (Muskelkater, Prellungen, da und dort blaue Flecken sowie fehlende Ruhe). Trotzdem war heute ein super Tag, ein wunderbarer Track mit richtig viel Enduro ließen mich zeitweise vergessen das ich im Rennen bin und genoss es einfach nur am Bike zu sitzen. Die letzten Meter ins Ziel führten noch über ein paar künstliche Hindernisse und damit es nicht allzu einfach war, wurde die Grube mit Wasser (Schlamm) gefüllt. Nach einem 27ten Tagesrang beende ich die Romaniacs 2015 als 24ter in der Klasse „Silver“ -  „FINISHER der RedBull ROMANIACS“ danke es is geil ;)

Wir gratulieren natürlich auch allen anderen Österreicher aus der Bronze und Iron Klasse zum Erfolg!!!

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Das Tagesergebnis

Klasse Gold:

1. Graham Jarvis
2. Jonathan Walker
3. Paul Bolton

9. Lars Enöckl
13. Philipp Bertl
14. Philipp Schneider
18. Benjamin Diesel

Klasse Silver:

Andreas Toifl wird als 15 bester Österreicher am Finaltag

Das Gesamtergebnis

1. Jonathan Walker
2. Graham Jarvis
3. Alfredo Gomez

9. Lars Enöckl
13. Philipp Bertl
15. Philipp Schneider
18. Benjamin Diesel

Bericht: Rüdiger Wolfgruber
Fotos: Alfred Ganzberger

www.redbullromaniacs.com