Extreme Hitze und Staub waren beim dritten Saisonrennen der Enduro Masters-Rennserie am Sonntag in Schrems unerbittliche Gegner. Der Munderfinger Florian Reichinger (Husqvarna) musste dabei vom Ende des Feldes starten, gewann aber dennoch souverän. Bei den Teams siegten Marco Schöpf und Armin Steiner (beide KTM)...

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150 edelharte Teilnehmer

Sie sind die Härtesten unter der Sonne: Während ganz Österreich am Wochenende die Nähe zum Wasser suchte, standen rund 150 Teilnehmer im Granitwerk Kammerer am Start des Enduro Masters-Rennens. Dieses war angesichts der angekündigten Tropentemperaturen bereits im Vorfeld von sechs auf vier Stunden verkürzt worden. „Es war schon oft richtig heiß in der Granitarena. Mehr als 50 Grad sind im Steinkrater keine Seltenheit. Aber das war sicher der härteste Granitbeißer bisher“, bilanziert Enduro Masters-Schirmherr Joe Lechner.

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Reichinger gewinnt souverän

Besonders hart hatte es Florian Reichinger. Der 20-jährige Munderfinger konnte erst Samstagabend anreisen und musste aufgrund der fehlenden Prologzeit am Ende des gesamten Feldes starten. Er fuhr dennoch einen klaren Vorsprung heraus, den er kontrolliert verwaltete. „Die ersten beiden Runden waren schwierig, weil die Strecke für mich ja neu war und es ordentlich gestaubt hat. Da war schon das eine oder andere spannende Überholmanöver dabei“, so Reichinger. Gegen Ende des Rennens war die drückende Hitze der schärfste Gegner des jungen Oberösterreichers: „Vor allem in der letzten Runde hat sich der Kreislauf bemerkbar gemacht.“

Die Entscheidung, das Rennen um zwei Stunden zu verkürzen, wurde von allen Teilnehmern dankend aufgenommen. Für die fehlende Fahrzeit gab es vom Veranstalter eine „Entschädigung“ in Form eines Getränke-/Essensgutscheins im Wert von 10 Euro.

Alle Infos auf www.enduromasters.at

Enduro Masters „Sommergranitbeißer“ – Das Rennen:

Profi Einzel

1. Florian Reichinger (Husqvarna), 14 Runden

2. Kevin Mittendorfer (Husqvarna), 14 Runden

3. Leopold Braun (KTM), 10 Runden

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Profi Team

1. Marco Schöpf/Armin Steiner (beide KTM), 16 Runden

2. Marcel Sieber/Thomas Friedl (beide KTM), 16 Runden

3. Manuel Kössner/Thomas Schalko (beide KTM), 16 Runden

Hobby Einzel

1. Marco Pinter (KTM), 14 Runden

2. Oliver Leitner (Husqvarna), 14 Runden

3. Dominik Huemer (KTM), 14 Runden

Hobby Team

1. Simon David/Harald Riegler (beide KTM), 15 Runden

2. Roland Pierer/Rene Pfatschbacher (beide Husqvarna), 15 Runden

3. Klaus Wolfmayr (KTM)/Philipp Neumüller (Husqvarna), 15 Runden

Oldboys

1. Roland Neudorfhofer-Myslik (KTM), 14 Runden

2. Hagen Murgg (Sherco), 13 Runden

3. Johann Ungersbäck (KTM), 13 Runden

Das nächste Enduro Masters-Rennen ist das „Speedworld Enduro“ in Bruck an der Leitha am 1. und 2. August.

Report: Wetzelsberger, vollewaesch.com
Fotos: © Niki Peer