Am Pfingstwochenende war es endlich so weit. Der Österreichische Enduro Cup startete in seine erste Saison. Eröffnet wurde die Serie beim Pirolt Toml in Guttaring. E.A.R.T. Fahrer Anton Edlinger war im Training mit seinem "CHRISTINI" Allrad Motorrad dabei und berichtet auch über das Rennen selbst...

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Bei bestem Endurowetter, soll heißen Regen, Matsch und vor allem fiese Wurzeln konnte am Samstag trainiert werden. Deswegen entschloss ich mich auch kurzerhand meine "Christini" (Allradenduro) wieder aus dem Sommerschlaf zu erwecken. Mit Allrad kämpft sich's halt leichter die Auffahrt hoch. Vor allem beim Steinfelsen, von einigen „little Erzberg" getauft, gab es schon einige neidische Blicke.

Einige der angereisten Fahrer verzichteten sogar ganz auf das Training und machten es sich im Zelt gemütlich. Wenn jeder alles austrinkt wird's morgen bestimmt schön... Und so war es dann auch. Der Regen hat am Abend aufgehört und am Pfingstsonntag blinzelte sogar vereinzelt die Sonne durch.

Der Renntag selbst hat dann ganz gemütlich angefangen. Transponder abholen, um den Arm schnallen und um halb 10.00 Uhr durfte jeder einmal die Sonderprüfung abfahren. Heute jedoch mit meiner Husqvarna. Auf der Sonderprüfung bin ich mit der 4-Takter einfach schneller.

Kurz vor 11.00 Uhr dann die Fahrerbesprechung und dann ging's auch schon los. Da alle sehr motiviert waren und jeder als erstes in die Etappe wollte, hab ich mich erstmal hingesetzt und dem nervösen Treiben verwundert zugesehen. Denn genau das ist ja der Vorteil am Modus des ÖEC. Man hat keinen Stress und kann sich das Rennen selbst einteilen. Man muss nur in den 5 Stunden fertig werden.

Die Strecke hatte so einiges zu bieten. Wiesen, Wege, Wurzeln, Schrägfahrten, Felsen, ... für jeden etwas Gutes und etwas Schlechtes. Denn genau das Salz in der Suppe macht eine gute Endurorunde aus. Kurz zusammengefasst: Enduro vom Feinsten!
Vor allem die 2 schweren Sektionen hatten es in sich. Einmal musste im Wald gegen Wurzeln gekämpft werden und dann gegen den Fels. Vor allem die Steinauffahrt war sehr schwer. Alleine wär es ja noch zu schaffen gewesen, aber wenn bereits 5 Maschinen und mehr im Dreck stecken war es ohne Hilfe fast nicht mehr möglich gewesen bis nach oben durchzukommen.

Die schweren Streckenteile konnten zwar umfahren werden, das gab aber eine Strafminute und so haben halt fast alle versucht den Berg hochzukommen. Nach 2 Runden dann eine kurze Pause. Eine Kleinigkeit Essen, was Trinken und alle Kräfte sammeln für die Sonderprüfung. Hier ging es nun darum eine möglichst schnelle Runde reinzubrennen und vor allem keine Fehler zu machen. Es gibt nämlich keine Streichrunde.

Danach das gleiche Prozedere noch zweimal. 2 Etappen dann die 2. Sonderprüfung wieder 2 Etappen und dann die 3. Und letzte Sonderprüfung. Die ersten zwei Mal hat es auch gut geklappt. Keine gröberen Fehler und auch beim Überholen wurde ich nicht sonderlich aufgehalten. Bei der 3. Prüfung hab ich dann leider einen gestürzten Fahrer übersehen. Ich konnte zwar noch rechtzeitig bremsen, musste dann aber mein Moped aus der Spur heben, damit ich vorbei konnte. Hat leider etwas Zeit gekostet, aber ich war bestimmt nicht der einzige mit einem kleinen Malheur...

Am Ende hat es dann doch noch für Platz 5 (9. Overall) gereicht.
Danke nochmal an die ganze Familie Pirolt für die tolle Veranstaltung, hoffentlich nächstes Jahr wieder!

Bericht: Enduro-Austria, A.Edlinger
Foto: Hannes Kundegraber

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