Das erste Rennen der neuen Rennserie "Österreichischer Enduro Cup", kurz ÖEC, fand in Guttaring am Schwarzlhof (Kärnten) statt. Thomas Pirolt stellte für das neue Cuprennen seine Wälder und Wiesen rund um den Schwarzlhof zur Verfügung und garantierte so ein sehr schönes Gelände für den Auftakt dieser Serie...

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Das anspruchsvolle Gelände wurde durch den starken Regen der letzten Tage natürlich um einiges schwerer. Die berühmte Steinauffahrt oberhalb der Durchzugsstraße im Start/Ziel Areal verlangte den Fahrern und dem Material wirklich alles ab. Teilweise war es nur im Teamwork und mit Hilfe der zahlreichen Zuseher möglich diese Stelle zu bewältigen.

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Der neue Modus des Rennens ist sehr interessant und auch leicht zu verstehen. Gefahren wurde auf einer großen Endurorunde, sozusagen der Hauptstrecke und einer kleinen gezeiteten Runde. Um in die Wertung zu kommen, musste man die große Runde 6 mal abfahren und die kleine Runde 3 mal bewältigen. Die kleine Sonderprüfungsrunde war zwar nicht so schwer wie die Hauptstrecke und eher auf der flüssigeren Seite. Dennoch waren speziell die Schrägfahrten und Wurzeln durch den Regen sehr rutschig. Aufpassen war also angesagt, vorallem weil die Zeit läuft.

Das Ergebnis resultierte dann nur aus der Gesamtzeit der 3 kleinen Runden. Zusätzlich konnte man Zeitgutschriften erlangen wenn man in der großen Runde immer die schwere Spur absolvierte. 5 Stunden hatte jeder Fahrer Zeit um diese Tour zu vollenden. Das Entscheidende war sicher, in der gestoppten Runde keinen Fehler zu machen und das richtige Maß an sicherem Fahren aber auch voller Attacke zu finden.

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Die schnellsten Fahrer in der Overall Wertung an diesem Tag waren Thomas Hostinski vom (Bachner Racing Team) vor dem Südafrikaner Altus de Wet (Sherco Factory Team) und Christian Resinger (E.A.R.T./Obereder Motos). Schnellste Dame war einmal mehr Vroni Dallhammer.

Einige Fahrer flogen aus der Wertung weil sie in einer Zeit unter 10 Minuten die Runde absolvierten, was natürlich niemals möglich ist. Da wurde vermutlich nur die Sonderprüfungsrunde gefahren. Andere haben einen geheimen Checkpoint auf einem schweren Streckenteil niemals passiert und mussten Strafzeiten kassieren.

Trotz des schlechten Wetters waren beim Auftaktrennen mehr als 200 Starter gemeldet, über 170 schafften es in die Wertung. Bereits am Vortag konnte (bei strömenden Regen ;-) fleißig trainiert werden.

Das Rennen selbst wurde durch Österreichs ewigen, nationalen Erzberg-Hero, Klaus Martinjak (JAK-Racing) mit seinem ganzen Fachwissen, als Sprecher/Moderator begleitet. Und wer nach 2 Tagen immer noch nicht genug hatte, konnte sogar am Montag noch ein Training absolvieren.

Die Bewirtung kam, wie immer am Schwarzlhof, natürlich auch nicht zu kurz. Ein Lob noch an die Zuseher welche trotz des schlechten Wetters in sehr großer Zahl den Weg auf den Berg fanden!

Ein schöner Auftakt zur neuen Österreichischen Enduro Rennserie ÖEC !

Ergebnisse, Infos und viele Fotos von Christina Kraus auf: http://www.endurocup.at/

Bericht: Enduro-Austria, C.R.
Berichtfotos: Hannes Kundegraber