Die Crew der Enduro-Trophy konnte auch heuer wieder mit einer neuen Strecke aufwarten. Wie im letzten Jahr mit Perchau kam wieder eine Top-Strecke dazu. Keiner der Fahrer berichtete von einer zu leichten oder zu kurzen Strecke. Im Gegenteil, über 300 Fahrerinnen und Fahrern machte es Spass, in Möderbrugg am Gasgriff zu drehen. Die Strecke hatte für jeden etwas dabei. Egal ob man eher Trialer oder Motocrosser ist. Jeder kam auf seine Kosten. Für das zahlreiche Publikum wurde einiges geboten. Der Bergabsprung ins „Nichts" zum Beispiel. Oder die heimtückische Steinpassage mit Betonrohren und Lastwagenüberfahrt.

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Das einzige Unangenehme am Samstag war das Wetter. Es war doch ziemlich kalt mit Schneefall. Nach den sommerlichen Temperaturen im Vorfeld bekam man schon einen leichten Kälteschock. Die Strecke war aber nicht sonderlich nass. Alles gut fahrbar und für schwierige Stellen gab es die üblichen Chicken-Lines.

Das Highlight am Samstag war sicher der Staatsmeisterschaftslauf am Nachmittag. Die Strecke war sogar schon ziemlich aufgetrocknet durch den ersten Lauf. Es gab auch noch keine groben Beschleunigungswellen. Ergo konnte man voll aufdrehen, was den Fahren doch einigen Spass bereitete. Schon beim Start ging es hart zur Sache. Es war fast wie ein Motocrossrennen. Voll Aufdrehen, Anlieger erwischen und Tempo machen. Im Wald wurde die MX-Idylle dann jäh beendet. Die Strecke führte durch ein „Sumpfgebiet", bei dem so mancher Minuten verlor. Danach hatte sich das Rennen eingependelt.

Staatsmeister Patrick Neisser hatte Pech und musste nach Steinkontakt seine vordere Bremsscheibe wechseln. Team Bachner-Fahrer, Thomas Hostinsky kam als Erster aus Runde 1 und konnte von keinem mehr bedrängt werden. Knapp dahinter folgten Matthias Wibmer, Philipp Bertl und Bernhard Schöpf. Mitten im Rennen zerstörte sich Matthias Wibmer dann seine hintere Bremse und konnte ohne Hinterbremse das hohe Tempo nicht mehr ganz halten und wurde noch von Philipp Bertl überholt. Bernhard Schöpf und der Rest des Feldes hatten am Schluss schon einen deutlicheren Rückstand.

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Der 2. ÖM Lauf und die Klasse Profi ging somit an

1. Thomas Hostinsky
2. Bertl Philipp
3. Wibmer Matthias

Auch die anderen Klassen waren heiß umkämpft und einige Fahrer der einzelnen Enduroklassen würden auch in der Pro Klasse einen starken Auftritt hinlegen.

Klasse E1 1. Frenkenberger Daniel
2. Czettl Michael
3. Schwaiger Stephan

Klasse E2 1. Hubmann Marco
2. Edlinger Anton
3. Thaler Simon

Klasse E3 1. Kinkelin Alexander
2. Striessnig Andreas
3. Primas Rene

Klasse Junior 1. Ortner Markus
2. Unterberger Rene
3. Riegler Patrick

Klasse 40+ 1. Lechner Gerhard
2. Brandauer Erich
3. Schopohl Günter

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Am Sonntag folgte der erste Lauf zur Elf-Team-Trophy. Das Wetter war viel besser als am Vortag und es wurde sogar leicht staubig. Die Strecke war nun auch schon etwas ausgefahren. Im Team war das allerdings kein Problem. Durch das bessere Wetter gab es noch weit mehr Zuschauer als am Samstag. Da war richtig was los.

Der erste Lauf zur Elf-Team-Trophy ging an

1. Bertl/Schneider
2. Primas/Horvath
3. Winkelbauer
4. Hubmann, Mayer
5. Diesel/Wolfgruber

Am Sonntag gab es auch MX Läufe der Kids in den Klassen 65 und 85 ccm.

Die Sieger waren: 1. Hölzl Luca
2. Schloyer Tobias
3. Feuchter Thomas

Klasse 85 1. Rinner David
2. Egger Maurice
3. Leban Florian

Aus Fahrersicht muss man sich bedanken für den großen Aufwand, der hier geleistet wird. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass man so ein Rennen zustande bekommt. Da müssen schon einige Grundbesitzer an einem Strang ziehen, um so eine Strecke zu ermöglichen. Ein Dankeschön auch an die Crew, die auch in eisigster Kälte ausharrte und einen super Job gemacht hat. Von den Fahrern her gab es nur zufriedene Gesichter. Außer im oben erwähnten Sumpfloch. Aber das ist eine andere Geschichte;)

Bericht: R. Wolfgruber
Fotos: Anna Larissa Photography und Hannes Kundegraber (Foto2)

Enduro Trophy: www.enduro-trophy.at