Ein Erfahrungsbericht von E.A.R.T. - Fahrer Anton Edlinger: Letztes Wochenende ging das „No Fear No Limits" in Rasa/Kroatien über die Bühne. Nachdem ich bereits letztes Jahr beim Rennen mit dabei war ging es vor allem darum aus den Fehlern vom letzten Jahr zu lernen. Vor allem was die Reifenwahl betrifft. Also einen weichen Mousse und noch weichere Reifen besorgt um im steinigem Gelände das letzte bisschen Grip zu finden. Vor allem aber mit meiner Christini 300 AWD. Denn 2 angetriebene Räder sind besser als eins...

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Am Freitag stand die Quali-Runde zum Trainieren offen. Ein Rundkurs so um die 10 Minuten um eine alte Fabrikanlage herum. Die Besonderheit heuer waren 3 Tunneldurchfahrten. Vor allem beim 2. Tunnel, welcher ca. 100 Meter in den Berg rein ging, war eine funktionierende Lichtanlage ein klarer Vorteil. Der Wendepunkt war zwar mit einer Laterne markiert aber sonst herrschte fast völlige Dunkelheit.

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Weiter ging es durch einen Steinbruch, noch einen Tunnel und zum Schluss durch die alte Fabrik. In der Fabrik wurden noch künstliche Hindernisse aufgebaut damit es nicht am Ende noch langweilig wird. Am Samstag dann die Qualifikation. Jeder hatte 2 Versuche um sich einen guten Startplatz zu sichern. Da ich kein Licht hatte und im Dunkeln zu feig war ordentlich Gas zu geben hatte ich noch schnell eine Taschenlampe auf den Vorderkotflügel geklebt um zumindest die großen Steine zu erkennen. Und wirklich, mit Licht fährt sich's im dunklen besser. ;-) Am Ende des Tages kam dann der 21. Startplatz heraus.

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Am Sonntag um 9 Uhr früh war es dann soweit. Die ersten Fahrer wurden ins Rennen geschickt. 2 Starter pro Minute. Um 9:10 ging es dann also auch für mich los. Die ersten beiden Checkpoints waren eher zum warmfahren. Es ging im Wald auf und ab und über kleinere Steinstufen. Die ersten Probleme gab es dann zwischen Checkpoint 3 und 4. Nicht weil es schwer war, sondern weil die Markierungen fehlten. Ob jetzt aus Versehen überfahren oder absichtlich weggerissen sei mal dahingestellt, trotzdem bin ich mit 5 weiteren Fahrern im Kreis gefahren um die richtige Abzweigung zu finden. Aber egal weiter geht's.

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Mittlerweile zog auch der Schwierigkeitsgrad an. Vor allem die Canyon-Auffahrt zu Checkpoint 7 hatte es in sich. Ein Bachbett, zum Glück trocken, musste erklommen werden. Wie ist egal, aber man darf die Mitte nur 5 Meter verlassen. Mehr schiebend als fahrend ging es also nach oben. Vor allem beim Anfahren und schieben leistete die Allrad großartige Dienste und somit hatte ich mich relativ schnell nach oben gekämpft. Weiter ging es zur nächsten Fabrik, über eine Stiege nach oben und dann weiter durchs Schilf zum Sägewerk.

Nach dieser „Verbindungsetappe" galt es die nächste Hürde zu meistern. Stromleitung „leicht". Leicht aber nur deshalb, weil später noch die Stromleitung „schwer" folgen sollte. Vor allem eine Stufe ca. in der Mitte der Auffahrt war nur zu zweit zu schaffen. (Für mich zumindest). Oben angekommen gab es zur Belohnung eine wunderschöne Aussicht auf das Meer. Viel Zeit zum Verweilen blieb aber nicht, da die Uhr ja unerbittlich weiterläuft. Über den Bergkamm ging es jetzt das erste Mal wieder zurück Richtung Fahrerlager. Jedoch nicht ohne eine Schwierigkeit auszulassen.

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Nach Checkpoint 12 ging es rein in ein Bachbett und immer weiter rauf. Steine, rutschiger Waldboden und vor allem immer weniger Kondition. Aber man kämpft sich halt weiter durch. Nach 3 weiteren Checkpoints A, B und 13 stand ich dann bei der Stromleitung „schwer". Der Trinkrucksack leer, der Tank auch fast und viel Zeit war auch nicht übrig, also bin ich nicht rauf sondern runter. Unten bei der Fabrik angekommen hat mir zwar jemand Benzin angeboten, aber ich konnte einfach nicht mehr. Also hab ich nur noch schnell das Gelände nach einer „Eisenstange" durchsucht um meinen Schalthebel auszubiegen, damit ich nicht mit dem ersten Gang die ganze Strecke zum Fahrerlager zurücklegen muss. Herumliegen tut hier viel, also konnte ich bald mit der „Reparatur" beginnen und die Heimreise ins Fahrerlager antreten.

Obwohl ich während des Rennens so einige Unchristliche Namen im Mund hatte war es ein tolles Wochenende. Das Wetter war perfekt und vor allem das Drumherum machte das Rennen zu einem kleinen Frühjahrsurlaub. Ich freue mich also schon auf das nächste Jahr. Und wer weiß, vielleicht kann ich zusätzlich zum Allradantrieb noch irgendwie eine Seilwinde ins Moped einbauen ;)

Link: 150 Fotos von Christina Kraus findest du auf unserer Fotoseite

Link: Infos und alle Ergebnisse auf http://www.x-tracks.eu/

Story: Anton Edlinger, E.A.R.T.
Fotos: Enduro Austria und Christina Kraus, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!