Größte Herausforderungen an die Österreicher in Afrika. Nach einer besonders anstrengenden Rally – entlang der ursprünglichen, legendären Route nach Dakar – kann das Rally Team Austria einen großen Erfolg vermelden! ALLE haben das heiß ersehnte Ziel und ihren Traum verwirklichen können – sie sind alle heil durch die Zielflagge in Dakar gefahren.

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Dabei hatte die Rally für das Österreicherteam nicht gerade berauschend begonnen. Der Chefmechaniker Ernst Huber musste gleich nach dem Hinflug nach Almeria wegen Krankheit wieder nach Hause geschickt werden, weiters verschwand gleich darauf auch Werkzeug aus dem TATRA...

Der Cheforganisator für das Rally Team Austria – Stefan Rosner – hat zu allem Unglück zu Beginn einen schweren Sturz und schied so aus der Wertung aus und war einige Tage nicht voll einsatzfähig...

Über 5.000 km beinharte Belastungen durch Spanien, Marokko, Mauretanien und Senegal, - ausgesetzt der Hitze der Wüste und der Kälte des Abends wurden so alle Fahrer immer wieder an ihre Grenzen geführt. War es in Marokko noch steinig und felsig, ging es dann in eine ruhige Sandlandschaft in Mauretanien über. Und mussten die Fahrer sich in der ersten Woche noch am Auspuff ihrer Fahrzeuge wärmen, schlug ihnen danach unbarmherzig die gleisende Hitze der Wüste entgegen...

Begleitet von einem umfangreichen Tross, vollgepackt mit über 4.000 Ersatzteilen, auf dem wüstentauglichen LKW „TATRA" mit dem erfahrenen Günther Steger hat man sich so Kilometer um Kilometer dem Ziel genähert. Das was allen bei der Rally gefehlt hat, war der sonst übliche Ruhetag zum Kräfte sammeln. Dies machte sich nach und nach durch viele Ausfälle auch bemerkbar. -

Nicht alle Piloten konnten die Rally in der offiziellen Wertung beenden und so musste auch Helly in der Wüste aufgeben. Verschmutzter Benzin hatte zu einer Verstopfung seiner Einspritzdüsen geführt. Selbst Telefonate über das Satellitentelefon mit Bertram Mayer nach Österreich brachten nicht den gewünschten Effekt, - das Begleitteam konnte nicht helfen, da genau an diesem Tag der LKW einen 400 km langen Umweg wegen dem Gelände fahren musste und so nicht auf der Route hinter Helly fuhr. Dramatische Stunden daher auch im Rally Office in Bad Gleichenberg, da eine Notübernachtung in der Wüste nicht ganz ungefährlich ist, - viele Tiere der Wüste zieht ein warmer Körper gerne an (Schlangen etc.). - Schweren Herzens musste sich Helly entschließen, die Notfallstaste zu drücken, damit der Veranstalter einen Transport in das Biwak organisierte, um ihn abholen zu lassen. Dies bedeutet gleichzeitig aber auch das „Aus" für Frauwallner in der offiziellen Wertung. Ein „Aus" gab es in der Wertung neben Helly für Stefan Rosner, Horst Weiss, Dominik Steger, Günther Moises und schlussendlich auch Hans Lehner.

Gerade das Niemandsland zwischen Marokko und Mauretanien brannte sich den Piloten als Bild ins Gehirn – ausgebrannte Autos über 3 km hinweg...

Die längste Sonderprüfung gab es dabei in Marokko mit 333km. Ein technische Defekt veranlasste die Gebrüder Lehner, die immer beisammen blieben, dass sie gemeinsam in der Wüste übernachten mussten – mit allem Unbehagen. Diese lange Sonderprüfung hatte auch die Grenzen vieler Fahrer, die Amateure sind, klar und deutlich aufgezeigt Die letzten Etappen führten schlussendlich dann durch Senegal, entlang der herrlichen Küste des Atlantik. - Gerhard Auer mit seinem Nissan bildet den wendigen Teil des Begleittrosses der Österreicher.

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Auch für das Medienteam des Rally Teams Austria war es nicht einfach zu den richtigen Positionen zu kommen und so hatten Tom Jambor und Reini Wenzel laufend zu tun, dass sie gute Kamerapositionen ausfindig machten. Man darf schon auf den Film und die Bilder gespannt sein.

Sogar eine eigene Küche hatte das Team mitgebracht und so verpflegte und dirigierte die „Rally-Mutti" Daniela Steger die 21-köpfige Meute tagtäglich mit Leckereien direkt vom TATRA herunter.

Hans Trieb unterstützte als Co-Chauffeur Günther Steger während der Rally und half vor allem beim tagtäglichen mühseligen Be- und Entladen des TATRA.

Peter Holersbacher - extra nach Dakar nachgereist – unterstützt aktuell bei der Rücküberstellung des Tatra nochmals die insgesamt über 7.000 km nach Österreich als Co-Pilot.

Nachgereist nach Afrika/Dakar waren rund um Bertram Mayer und seinem Sohn Thomas auch einige Fans und Frauen von Piloten, um die letzten Etappen live zu mitzuerleben...

Gottfried Lehner, der Oberösterreicher, kam dieses Mal als bester Österreicher durchs Ziel in Dakar und war natürlich überglücklich!

Die Intercontinental Rally 2015 ist damit Geschichte... Für alle wurde ein Traum war... von Bad Gleichenberg nach Dakar...

Und allen wird sie in ewiger Erinnerung bleiben – wieder ein gemeinsames Abenteuer mit Helly Frauwallner der außergewöhnlichen Art!

 Quelle: Frauwallner