Alle Jahre wieder ruft der Hackstockgraben. Es hat schon fast Tradition, dass die Enduro-Saison in Lunz am See beim Lechner Gerhard gestartet wird. Auch heuer fanden sich über 100 mutige Fahrer  ein, gewillt gegen Eis und Schnee zu kämpfen. Durch das warme Wetter in der Vorwoche schmolz der Winter buchstäblich dahin, ein Schneefall mit 10 cm Neuschnee am Vortag bescherte den Fahrern aber dann doch noch eine tolle Winterkulisse.

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Also schnell zur Anmeldung und fertig machen für das Training. Für die voll motivierten Fahrer wurde das Training bereits eine halbe Stunde früher gestartet und sogar etwas verlängert. Die Streckenführung war heuer etwas leichter als in den letzten Jahren. Das lag vor allem am Wetter, es war nämlich sehr schwer vorherzusagen wie dieses sich entwickeln würde. Warm, kalt, Schnee, Eis oder Gatsch... Doch zum Glück kam eben doch noch eine Schneeschicht und es herrschten letztlich perfekte Bedingungen. Und ein paar Glatteisstellen gehören auch dazu, sonst wär es ja kein richtiges Winterenduro.

Gestartet wurde dann um 12 Uhr. Nicht wie gewohnt ein 2 Stundenenduro, sondern nach dem Reglement des neuen Endurocups. Das bedeutet: Einzelstart alle 10 Sekunden und dann eine Runde Vollgas. Dasselbe dann noch vier Mal. Also 5 Sonderprüfungen wobei die Schlechteste gestrichen wird. Die Rundenzeiten lagen zwischen 8 Minuten und naja je nach Missgeschick auch mal 15 Minuten. Die Zeitnehmung erfolgte mittels Handtransponder. Beim Start einmal über den Scanner ziehen und beim Ziel nochmals. Sollte also für den durchschnittlichen Enduristen kein Problem darstellen. Zusätzlich stand der Chef persönlich das ganze Rennen beim Ziel und überwachte den Vorgang.

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Jetzt zur Stecke: Gestartet wurde vor der Garage und es ging einmal um Haus und Stall herum. Danach schon die erste Überraschungsstelle. Überquerung der Straße und die Holzbrücke über den Bach. Gefühl war hier die Devise. Zu viel Gas oder Bremse und der Boden kam schnell näher. Danach ging es rauf in den Wald. Es war zwar rutschig, aber hier konnte so richtig eingeschenkt werden. Weiter über frische Forst- und Schleifwege. Steil, jedoch nicht eisig und somit konnte erneut kräftig am Gas gedreht werden. Auch die Abfahrten waren für jeden ohne Stress zu schaffen. Denn zumindest am Ende war immer wieder eine griffige Stelle um seine Fuhre wieder einzufangen. Zusammengefasst: Es war richtig lustig zu fahren. Gegen vier Uhr war es dann soweit, die Siegerehrung.

Die Klasse Junioren gewann Käfer-Schlager Patrik vor Infanger Johann und Herzog Dominik.

Bei den Senioren war Wolfgruber Siegfried der schnellste. Zweiter wurde Hippmann Norbert gefolgt von Gruber Raimund

Mayrhofer Sven vom Enduro Austria Racing Team konnte die Klasse E1 erobern. 2. Wurde Czettl Michael und 3. Plank Jakob.

Die Klasse E2 gewann Haselsteiner Robert gefolgt von Moser Oliver und Ederer Edi

Bei der Klasse E3 gewann Schwab Harry 3 Sekunden vor dem E.A.R.T.- Fahrer Edlinger Anton. Dritter wurde Starzinger Roni.

Der Tagesschnellste Käfer-Schlager Patrik erhielt noch den Hauptpreis, ein Paar Jeep Ski.

Danke an Gerhard Lechner und sein Team für das gelungene Event.

www.enduro-lunz.at

Bericht: A.E.