Veronika Dallhammer berichtet vom Herbst-Granitbeisser: 270 Enduristen ließen sich am Wochenende in den Steinbruch von Rudi Kammerer und seinem Team locken - ein neuer Rekord für dieses Event. Das Wetter und der feuchte Boden boten perfekte Enduroverhältnisse. Die Sieger des letzten Laufs der Enduromasters heißen Thomas Hostinsky/Misoslav Sevela - Profi-Team, Matthias Wibmer - Profi-Einzel, Martin Rathgeb/Josef Fischbacher - Hobby-Team, Arnold Lindbichler - Hobby-Einzel und Roland Neudorfhofer-Myslik bei den Oldboys.

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Die Granitarena zeigte sich von seiner besten Seite!

Wir fanden wahrlich perfekte Endurobedingungen vor als wir uns vergangenes Wochenende zum xten Mal nach Schrems zum Granitbeißer begaben. Der Boden war nass bis feucht, die Temperaturen waren für die Fahrer kühl, aber nicht zu kalt und jeweils am Nachmittag brach die Sonne durch die Wolkendecke.
Ich hatte selten soviel Freude mit einer Runde. Es ist faszinierend und erfreulich, wieviel neue Akzente in eine altbewährte Strecke eingebaut werden können. Für 70 Euro genoss man 2 Tage feinstes Enduro.

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Am Samstag nutzten viele das Training von 9 - 13 Uhr um sich die Strecke für das anschließende Zeitfahren einzuprägen. Ab 14 Uhr starteten die gezeiteten Prologrunden, welche die Startaufstellung für Sonntag ergaben. Das Team Walter Feichtinger-Mühlbauer/Andreas Birgmann gewann mit einer Zeit von 13min39 vor Thomas Hostinsky/Misoslav Sevela mit 13min40 und Matthias Wibmer mit 13min45.

Der frauliche Aspekt dieses Rekordrennens ist ebenfalls erwähnenswert. Es waren insgesamt 4 Mixed-Teams am Start. Neben Alex und mir startete Tanja Simbürger (TerraXDream) gemeinsam mit Erich Brandauer (Cofain688/Reitwagen) in der Profi-Team-Klasse. Sie erreichten Platz 18 mit 20 Runden. Patricia und Christopher Vieghofer (EART/KTM Eckl Racing) kamen in der Hobby-Team-Klasse auf Platz 35 mit 18 Runden. Nina Hopf und Rudi Rameis (Rameis Racing Team) hatten bereits am Vortag beim Husqvarna-Händler-Rennen, welches als Abschluss des alljährlichen Händlertreffens stattfand, alles gegeben und beendeten das Rennen verfrüht. Es reichte noch für Platz 66 und 7 Runden.

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Alle Ergebnisse findet ihr unter www.ec-granitbeisser.at

Der Start zum 6h-Rennen erfolgte Sonntag pünktlich um neun Uhr. Bis auf eine Engstelle, die bereits nach dem Prolog aus der Strecke genommen wurde, hielt die gesamte Runde durch. Die Strecke war sehr kräftezehrend.
Ich fuhr gemeinsam mit Alex Freyhammer vom Offroad Club Ernsthofen in der Hobby-Team-Klasse. Dieses Rennen war die sechste und letzte Station unserer OCE-Racingtour. Um unsere Clubmitglieder zum Rennfahren zu motivieren, suchten wir uns heuer 6 Rennen aus, bei denen alle in der gleichen Klasse starten konnten.

Mit einem ausgeklügelten Punktesystem wurden nicht nur die Platzierung sondern auch die gefahrenen Runden sowie die Summe der Rennteilnahmen belohnt. Ein gesetztes Nenngeld von 10 Euro auf die zu erwartende Endplatzierung verlieh dem Ganzen Extra-Spannung.

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5 Hobby-Teams waren beim Herbst-Granitbeißer am Start:

11. Platz mit 20 Runden: Alexander Freyhammer/Veronika Dallhammer
24. Platz mit 19 Runden: Peter Scheuchenpflug/Johannes Froschauer
38. Platz mit 18 Runden: Thomas Simetzberger/Günter Auer
40. Platz mit 17 Runden: Nikolaus Enzinger/Josef Mayer
54. Platz mit 13 Runden: Hannes Fuchs/Michael Steinmassl

Hier ist besonders die Leistung vom 14jährigen Nikolaus Enzinger erwähnenswert, der nach dem Ausfall seines Teampartners und seines Motorrades, den Großteil der 6h alleine mit der KTM 250EXC seine Teampartners bestritt! Im Endklassement der OCE-Racingtour siegt Alexander Freyhammer vor Veronika Dallhammer und Thomas Simetzberger.

Herzlichen Dank an das EC Granitbeißer Team für die perfekte Organisation und die tolle Streckenführung. Das nächste Rennen, von dem ich berichten werde, ist hoffentlich die Roof of Africa. Die nächsten Wochen dienen einer intensiven Vorbereitung und Planung dazu.

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Bericht: Vroni Dallhammer
Fotos: Niki Peer Photography

Bild 1: Vroni Dallhammer, Bild 2: Tanja Simbürger, Bild 3: Nikolaus Enzinger, Bild 4: Roland Sailer beim Sprung, Bild 5: Gerhard Baier