Bei seinem Gastspiel beim Enduro WM Zirkus im italienischen Lumezzane, stand der Endurohaudegen Werner Müller am zweiten Wertungstag nicht mehr am Start.
Samstag nach der Zielankunft noch ganz euphorisch, musste der Kappler am Sonntag in der Früh resignieren. Zu groß waren die Strapazen vom Vortag und zu sehr schmerzten die nach mehreren kleinen Stürzen angeschlagenen Körperteile.

„Als ich heute Morgen aufstand schmerzte mein ganzer Körper und als es dann auch noch stark zu regnen begann, musste ich leider eine Entscheidung treffen. Da mein Hauptaugenmerk der Titelverteidigung in der Europameisterschaft gilt, wollte ich dann auf der sehr schweren Strecke hier in Lumezzane kein Risiko eingehen und entschied mich gegen einen Start." meinte Werner. Es war aber unglaublich hier dabei gewesen zu sein.

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Tausende Fans entlang der Strecke feuerten die Piloten euphorisch an. Mehrere Piloten im Fahrerlager bestätigten die Meinung, dass die Strecke nähe dem Gardasee zu den schwersten im heurigen Rennkalender zählt. Nur sehr wenige kommen ohne größere Probleme und Schmerzen im Ziel an. Normalerweise haben es die Sonderprüfungen in sich und die Etappen dazwischen bieten ein schönes Enduro. Hier ist es allerdings anders, auch auf der 50km langen Runde sind sehr viele Tücken eingebaut und man muss sehr konzentriert fahren.

Alles in allen war es für den Team helohaus/ Kärntensport Piloten ein Ausflug mit gemischten Gefühlen nach Italien. Einerseits freute er sich wieder im WM Zirkus dabei zu sein und alte bekannte Gesichter zu sehen, andererseits hätte er gerne an beiden Tagen gezeigt, wie gut er noch mit den „jungen Wilden" mithalten kann.

Der Treffner Hans-Peter Musil (Beta/ Glinzner Motorsport) musste den ersten Renntag leider vorzeitig beenden und stand am zweiten Tag nicht mehr am Start.

Presseinformation: Roland Heckenbichler