Perchau am Sattel- Ein kleines, stilles Örtchen knapp über 1000 Meter Seehöhe gelegen. Fast jeder Endurist ist bestimmt schon mal durchgefahren und so mancher dachte sich vielleicht: „Hier wäre ein perfekter Platz für ein Enduro-Rennen“. Und jetzt, am 28 Juni 2014 war es nun so weit. Die Familie Salchenegger lud zum 1.Endurorennen. Somit waren alle Enduristen aufgefordert, sich beim 4. Lauf zur Enduro-Trophy, am Hofe des Moar in Gstein einzufinden. Da der Lauf auch zur Österreichischen Staatsmeisterschaft zählte, folgten ca. 230 Fahrer dem Ruf der Veranstalter.

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Bereist früh am Morgen herrschte reges Treiben.  Fahrerlager, Anmeldung, Gastronomie und Startbereich auf einer großen Wiese. Infrastruktur einfach Top. Um 09.00 Uhr startete dann das Training. War die Strecke Anfangs noch etwas nass, fuhren sich schnell Spuren heraus und dem erstem Start um 11.00 Uhr stand nichts mehr im Wege. Die Klassen E1, Junior und Senior nahmen Aufstellung. Sobald die Fahrer das Motorrad auf der Linie platziert hatten eilten alle hinein in die Sandgrube. Jeder wollte für sich die beste Linie finden um die Erste Auffahrt bestens zu meistern.

Nachdem jeder einen bangen blick nach oben geworfen hatte ging es zurück zum Start. Jedoch nicht auf das Moped sondern 30 Meter dahinter. Aufgrund der üppigen Platzverhältnisse wurde die Meute mittels LeMans Start losgelassen. Ebenfalls neu das Startsignal: Nicht wie meist üblich mittels Gewehrschuss, sondern mit einem Traktor wurde das Startsignal abgegeben. 30 Sekunden bis zum Start und dann das Signalhorn vom neuen Fendt.

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Als erster am Steilhang war Dominikus Craiger vom BuF-Club. Auch die Auffahrt klappte einwandfrei. Dann jedoch verwechselte er die Spur und bog falsch ab. Als er seinen Fehler bemerkte waren bereits ein paar Piloten an ihm vorbeigezogen. Der Steilhang sorgte für so manchen Enduro-Backflip und lange Gesichter. Sobald sich der erste „Knäuel“ aufgelöst hatte, wurden auch schon die Junioren gefolgt von den Senioren losgelassen. Natürlich konnte man die Sandgrube auch umfahren, dies kostete jedoch Zeit die niemand herschenken wollte. Und so wurde auch in dieser Gruppe so einiges geboten. Von elegant bis 3-facher „Rittberger“ war alles dabei. Eine tolle Show für die vielen Zuseher. Aber auch die restliche Strecke hatte so einiges zu bieten. Von künstlichen Hindernissen, 2 Meter- Rohr, über Hohlwege, Wiesen und Schrägfahrten war alles enthalten was das Enduroherz höher schlagen lässt.

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Ergebnisse im Überblick:

Junioren: 1.Reichinger Florian  2.Isopp Manuel  3.Käfer-Schlager Patrik
Senioren: 1.Pertl Volker  2.Liendl Manfred  3.Schopohl Günter
E1: 1.Winkelbauer Gottfried  2.Teischl Bernhard  3.Schober Christian

Um 13.45 Uhr wurde dann zum 2. Rennen aufgestellt. Diesmal allen voran die Profis, gefolgt von den Klassen E2 und E3. Die obligatorische Suche nach der besten Spur in der Sandgrube wurde mittlerweile von mindestens 500 Zusehern beobachtet. Ein wahrer Hexenkessel. Zurück zum Motorrad und auf das Traktorsignal warten…

Um 14.00 Uhr war es dann so weit. Das Signalhorn ertönte und die erste Reihe wurde losgelassen. Jede Spur wurde genutzt um den Berg hochzukommen. Den Zuschauern wurde wieder ein großartiges Spektakel geboten. Unter tobendem Applaus wurden Motorräder durch die Luft geschleudert. Leider meinte es dann das Wetter nicht sehr gut mit den Fahrern. Nach ca. einer halben Stunde öffnete sich eine Schleuse und es goss wie aus Kübeln. Das Enduro-Trophy Team hatte deshalb das Rennen eine Runde später auch beendet.

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Dann riss er die Hände in die Höhe und freute sich riesig über seinen bereits zweiten Trophy Sieg im heurigen Jahr. Eine Minute später überquerte der Zweitplatzierte, Hostinsky Thomas, die Ziellinie. Pension, zeigte gleich nach dem Erzberg abermals, dass er immer noch richtig gut Motorrad fahren kann.

Die Sieger der anderen Klassen:
E2: 1. Rudolf Dieter, 2. Primas Rene, 3. Stocker Willi
E3: 1. Resinger Robert, 2. Leitner Oliver, 3. Striessnig Andreas

Zum Abschluss noch ein riesiges Dankeschön der Familie Salchenegger und deren Helfern. Bereits im ersten Anlauf ist es ihnen gelungen eine Vorzeigeveranstaltung über die Bühne zu bringen. Da auch seitens der Fahrer fast nur positives berichtet wurde und auch der komplette Ort hinter der Veranstaltung steht kann man nur mehr sagen: „Perchau 2015 - wir sind gespannt!“

Zusätzlich bestand auch noch die Möglichkeit einmal Hand an eine „Christini“ zu legen (AWD-Motorrad). Der Import und Vertrieb erfolgt durch Siegfried Salchenegger jun und seiner Firma ASC- Performance. Mehr unter www.asc-performance.at

Alle Informationen zur Enduro-Trophy auf www.enduro-trophy.at

Bericht: Enduro-Austria, Anton Edlinger
Fotos: Norbert Mohr, www.norbi.at