Das Jubiläums Rodeo ist Geschichte und wieder wurden unzählige neue, unglaubliche, spektakuläre, verwegene und eigene Storys geboren und Dramen erlebt. Hier sind fünf Storys der Walzer Teamrider die unterschiedlicher und dramatischer nicht sein könnten, vom unglaublichen Prolog Speed welcher für drei unserer Piloten die erste Startreihe von 1.500 Teilnehmer aus 38 Nationen bedeutete bis hin zu einem jähem Ende des Rennwochenendes.

Günter Schopohl
Das Enduro Urgestein aus Unzmarkt in der Steiermark, unterwegs auf einer 300er Walzer KTM konnte sich auch bei diesem Antritt am Iron Giant wieder unter die Top 500 Starter für das Hare Scramble Rennen am Sonntag qualifizieren und sorgte mit seinen 40+ Lenzen und einem riesigen Schatz an Hard Enduro Erfahrung für offene Münder bei vielen der meist jüngeren Konkurrenten.
Am Ende wurde er mit dem 177. Platz bei Checkpoint 7 „Branding Iron" für seine Mühen belohnt.

0603 walzerteam

Patrick Schipper
Für den jüngsten Spross der untrennbar mit der Marke KTM verbundenen Schipper Familie aus Judenburg, bedeutete der Start am Erzbergrodeo gleich mehrere Challenges. „Beat the older Brother" war mit Sicherheit eine davon. Patrick konnte diese Herausforderung am Sonntag klar für sich entscheiden.

Patrick: „Ich bin eigentlich nicht wirklich DER Highspeed Spezialist, konnte mich aber trotzdem mit dem 431. Prologplatz für das Sonntagsrennen qualifizieren, welcher die neunte Startreihe bedeutete.
Jede Menge „Traffic" wartete dann bei den einzelnen Passagen auf mich und machte mir das Leben nicht gerade einfacher.
Also sah ich meinen Start am Sonntag eher als Trainingsfahrt und beendete mit meiner 250iger 2Takt Rakete das Rennen auf dem 324. Platz bei Checkpoint 5 (Devil´s Kitchen).
Vielen Dank an alle Helfer da draußen die mich das eine oder andere mal bei den irren Auffahrten aus so mancher misslichen Lage befreiten, speziell an die ALLOUT Support Crew ein Dankeschön für die letzten Meter am Dreikönig Steilhang"

Martin Ortner
Für den Matreier, einer von zwei Osttiroler Vollgastieren im Team Walzer, begann das Rennwochenende ganz nach seinem Geschmack. Mit einer Zeit von 11:29,09min hämmerte er seine KTM 300 EXC Zweitakt am Freitag auf den 28. Platz von über 1.500 Teilnehmern mitten unter die Weltelite.
Bereits in der zweiten Kurve am Prolog Rennen brachte ihn ein kleiner Fehler zu Sturz, voll mit Adrenalin und motiviert bis in die Haarspitzen richtete er sein Bike auf und fuhr selbstverständlich das Prolog-Rennen zu Ende.
Erst nach der Zielankunft bemerkte er die Schmerzen an seinem Unterarm, das zerfetzte Trikot und seine Verletzung am Ellbogen.

Martin: „Oben im Ziel ist mir beim Anblick des Ellbogens schon ein wenig anders geworden und wurde dann zur Ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Mir wurde die Wunde gereinigt, ein Teil des Schleimbeutels entfernt und ein Spaltgips angelegt. Leider war´s das für mich beim diesjährigen Erzbergrodeo. Ich konnte mich beim Prolog Rennen, trotz des Sturzes mitten unter die Superstars platzieren, das gibt mir Hoffnung für das nächste Jahr."

Robert Resinger
Unser Team Neuzugang und zweites Vollgastier aus Matrei in Osttirol konnte sich mit einer Zeit von 11:29,984min bei der 13km langen Prologfahrt über die Trassen ebenfalls mitten unter die angereiste Weltelite in die erste Startreihe stellen.
Am Sonntag zeigte Robert auf seiner 300er KTM EXC Zweitakt mit mächtigen Trial und Hard Enduro Skills auf und kämpfte sich bis zum ertönen des Signals nach vier Stunden schieben, ziehen und heben des über hundert Kilo schweren Bikes bis zur Sektion Dynamite und Checkpoint 21 und wurde somit auf den hervorragenden 35. Platz gewertet.

Robert: „Mir ging's nach dem Checkpoint Dynamite Körperlich noch so gut dass ich beschloss die letzen Meter bis ins Ziel fertig zu fahren, um zu sehen was sich der Veranstalter noch für Gemeinheiten hat einfallen lassen. Am Ende fehlten mir ein wenig mehr als zehn Minuten für die Zielankunft in der regulären Renndauer. Ich weiß nun dass ein durchkommen beim Harescramble für mich möglich ist und werde im nächsten Jahr alles versuchen um innerhalb der vier Stunden Deadline zu finishen.

Bernhard Schöpf
Unser Werksunterstützer Teamfahrer aus Karres in Tirol machte es sich bei der Wahl des Einsatzgerätes nicht einfach und wählte seine KTM 350 EXC Viertakt Maschine. Trotz des geringen Mehrgewichts des Viertakt-Aggregats überzeugte „Benni" sowohl beim Highspeed Prolog Rennen als auch bei dem extrem technischen Harescramble Rennen am Sonntag mit Fahrtechnik auf Top-Niveau.
Für den Prolog brauchte der 23 Jährige genau 11:30,069min und feuerte sein Gerät ebenfalls in die erste und wichtige Startreihe auf Platz 31.
Am Sonntag pilotierte er als zweitbester Viertakt-Pilot im gesamten Starterfeld, sein Motorrad auf den ausgezeichneten 41. Platz.

Benni: „Ab Checkpoint 13 wurde es für mich und meine 350iger brutal schwer, nach „Carls Diner" bin ich fast kollabiert. Am Ende war dann nach vier Stunden Schinderei bei Checkpoint 18 „Valluga" Schluss mit Lustig. Vielen Dank an alle Helfer auf der Strecke und an meinen Bruder Marco für den tollen Support am Sonntag!"

Das gesamte Team KTM Walzer möchte sich ebenfalls nochmal herzlich bei den zahlreichen Helfern unserer Jungs bedanken!

Bericht/Foto: Rene Novak, Team KTM Walzer