Perfekte Enduroveranstaltung mit Kärntner Doppelsieg. Auch wenn es in Buzet keinen ÖM Lauf mehr gibt, bleibt das Rennen ein ganz besonderer Punkt im Rennkalender. Perfektes Wetter, Sonnenschein und eine super Endurorunde. Eine Traumveranstaltung, durchgeführt vom Enduroclub Buzet. Insgesamt waren knapp 200 Fahrer am Start und die abwechslungsreiche Runde mit ca 1600 Höhenmetern und 60 Kilometer Länge präsentierte sich als Genuss für jeden Starter.

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Der Schwierigkeitsgrad war eher leicht. Probleme machten vielmehr die 2 bzw. 3 Runden auf denen man in Summe zwischen 5 und 7 Stunden auf dem Motorrad verbrachte. Natürlich nur, wenn man keine Strafzeit kassiert hatte. und Zielzeiten und alles darüber oder darunter sind Strafzeiten. Die Zeitabstände ergaben sich sonst rein aus den 2 Sonderprüfungen pro Runde. Die Runde selbst war sehr abwechslungsreich. Eine Mischung aus Hohlwegen, Singletrails, Schotterstraßen und langen Bachdurchfahrten. Zeitweise war man auch auf der Straße unterwegs. Es gab sogar eine Ampel. Ein Teilnehmer war so motiviert, dass er mit der Enduro eine Gruppe Straßenheizer überholte.

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Jedenfalls musste man auf der 60 Km Runde ziemlich zügig unterwegs sein. Nicht wirklich rasen, aber Zeit für Pausen gab es de facto nicht. Die Sonderprüfungen waren relativ lange. Beide waren Endurotests - Auch wenn man sich bemühte, bei einem Test ein paar Sprünge einzubauen. Es war doch so, das im Bach mehr Zeit zu holen war als man mit einem Bergab-Table aufholen könnte. Extreme Auf- und Abfahrten waren auf den gesamten 60 Kilometern nicht zu finden. Nach 2 harten Tagen hat Werner Müller in souveräner Manier gewonnen. Mit einer halben Minute Vorsprung. Der Dritte bekam sogar schon knappe 2 Minuten aufgebrummt.

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Die Ergebnisse beider Renntage zusammen
Profi (alle Klassen zusammen)
1 Werner Müller
2 Salbrechter Florian
3 Collovigh Pietro
4 Marcoritto Lorenzo
5 Schneider Philipp
Cup of Buzet (Amateur):
1 Fonivic Igor
2 Trontel Roc
3 Jäger Jan
4 Eder Florian
5 Wolfgruber Rüdiger

Zusammenfassend muss man an dieser Stelle noch mal anbringen, was das für ein super Rennen war. Der Aufwand, der für ein lapidares Startgeld von 35 Euro betrieben wird ist einfach enorm. Es sind etliche Checkpoints auf der Strecke. Die Zeitnehmung funktioniert mittels Lichtschranken und die gemessenen Zeiten sind schneller im Ziel als die Fahrer. Noch dazu gibt es auf der ganzen Strecke hunderte Richtungsschilder. Nebenbei gibt's auch noch Festzelt, Dusche, Strom und alles was man so braucht. Außerdem ist Buzet ganz nebenbei auch noch eine malerisches Städtchen, welches man sich auch einmal ansehen sollte. Das einzige was gestört hat war bei der Anreise die slowenische 40 ! Euro Vignette für einen normalen VW-Bus für 10 Tage - und dies nur für die wenigen Kilometer der Durchfahrt. Ansonsten: Nächstes Jahr gerne wieder!

Link: http://emkbuzet.hr/novo/

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Bericht und Fotos: Enduro-Austria, R.Wolfgruber/C.Kraus