Patrick Neisser und Erich Brandauer gewinnen das Akrapovic Off Road Weekend 2011. Während Neisser (Kawasaki) die Vorrunde zum Sonntagrennen dominierte, konnte Brandauer (Husaberg) das "NO FEAR NO LIMIT RACE" für sich entscheiden. Zweiter wurde das Deutsche Urgestein Gerhard Forster. Pech hatte E.A.R.T. Fahrer Willi Hirschmann (KTM)  der in der Vorrunde Probleme mit der Kette hatte. Hirschmann kämpfte sich am Sonntag trotzdem noch auf den 3.Gesamtrang vor. Leider gab es heuer für die Fahrer einige Orientierungsprobleme.

Es war wieder mal soweit, die Enduroscene hatte genug von Schnee und Eis. So zog es alle in den Süden nach Labin in Kroatien. Das Wetter zeigte sich von seiner schönen Seite und bei den meisten kam schon fast Sommerenduro- Stimmung auf. Am Samstag beim Crosscountry Rennen starteten in den Klassen Hobby, Sport (Team) und Expert knappe 200 Starter. Die Renndistanz wurde sogar bei den ersten 2 Gruppen je um eine halbe Stunde verlängert, somit kam jeder zu genügend Fahrzeit und Fahrspaß. An diesem Tag gab es aber kein vorbeikommen an Patrick Neisser und seiner Damianik Kawasaki. Er holte sich überlegen den Sieg in der Expert Klasse vor dem Kroaten Bolsec Viktor. Den 3. Platz holte sich das Deutsche Erzbergurgestein Gerhard Forster. Auf der schnellen Strecke mit eingebauten Hindernissen wie Pyramide, Reifen, Baumstämme kam es zum Glück zu keinen schweren Stürzen. Die Kroatische Siegerehrung, eher kurz und schmerzlos, fand im vom Veranstalter bereitgestellten Festzelt statt, wo es auch für alle genügend Verköstigung gab.

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Am Sonntag früh morgens übersiedelte der harte Endurokern mit über 100 Starten in die kleine Stadt Rasa wo mitten auf dem Hauptplatz  das Fahrerlager für das Gnadenlose „NO FEAR NO LIMIT RACE“ eröffnet wurde. Kurz beschrieben, man hat wie am Erzberg 4 Stunden Zeit um eine ca. 34 Kilometer lange Strecke zu bewältigen, die viel Schweiß und Nerven kostet. Für die gesamte Strecke ( ausgenommen ein ganz kleiner Teil ) gilt: NO HELP ZONE. Spätestens nach wenigen hundert Metern wussten alle: Das wird sicher kein Spaziergang. Endlos steile Felsen auf und ab, Beton Stufen, Geröllfelder alles was dem Extrem Enduro Fahrer so Spaß macht. Tolle Aussicht und die wirklich gelungene Strecke ist allerdings keine Entschuldigung für die Teils irreführende Streckenmarkierung. Vom Ersten bis zum Letzten gab es keinen der nicht mehrmals hilflos in der Gegend stand, da Richtungspfeile nicht gut positioniert waren und unzählige Absperrbänder durchgerissen waren. Der Sieger beim „NO FEAR NO LIMIT RACE“ mit dem besten Gesamtüberblick und der schnellsten Tageszeit war der Trial Spezialist Erich Brandauer auf seiner 2 Takt Husaberg. Platz 2 ging an den Deutschen Gerhard Forster auf einer Husqvarna. Den 3. Platz holte sich Willi Hirschmann - vom E.A.R.T auf seiner Knopper KTM der nach großem Pech in der Qualifikation am Vortag eine respektable Aufholjagt von Platz 31 durchzog und sich ganz nach vorne kämpfte.  Alle Fahrer fanden früher oder später das Ziel und konnten als echte FINISHER nach Hause fahren.
Wenn die Streckenbauer für nächstes Jahr versprechen, die Streckenbeschilderung ordentlicher zu machen, freuen wir uns auf ein neues Akrapovic Weekend 2012.
Ein großer Dank geht natürlich an die vielen freiwilligen Streckenposten und Helfer ohne deren Hilfe wahrscheinlich eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre.

Fotos und Bericht: Enduro-Austria

Webseite des Veranstalters, Ergebnisse: http://www.offroadcenter-istrien.com/
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