Als erste der 4 japanischen Hersteller stellte Yamaha ihr Parademodell, die YZ450F, als Antwort auf die orange Übermacht aus Mattighofen der Presse vor. Die neue 450er von Yamaha mit dem revolutionären Motorkonzept des nach hinten geneigten 1-Zylinder Motors wurde weitreichend überarbeitet, verbessert und noch konkurrenzfähiger gemacht...

Mit der damit zusammenhängenden Zentralisierung der Massen in die Mitte des Motorrades ist man der KOnkurrenz wieder eine Nasenlänge voraus. Egal ob Profi- oder Hobby-Motocrosser, mit der 450er von Yamaha ist man gegen die Konkurrenz bestens gerüstet, das wurde den Journalisten aus ganz Europa nach den ersten Runden klar.

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Der Test fand nahe Florenz, im Cross Park Santa Barbara, statt und bezog sich rein auf die YZ450F. Die YZ250F, welche in der Modellinie 2014 komplett erneuert wurde
(Einspritzung, ebenfalls nach hinten geneigter Motor etc.) wird erst in einigen Wochen der Presse vorgestellt und soll ab November in den Läden der Yamaha Händler zum Verkauf stehen. Mit der 450er Version der begehrten blauen Crosser ist man schneller, diese soll bereits noch im Juli bei den Händlern käuflich zu erwerben sein.

Yamaha hatte schon immer im MX-Bereich die Nase vorn. 1998 löste man mit einem Sieg von Doug Henry bei einem damals von 2-Takt dominierten US-Supercross Rennen eine regelrechte Revolution aus. Die 4-Takt Ära im Motocross Bereich wurde dadurch eingeläutet. Nur ein Jahr später, im Jahre 1999, holte man sich damals den WM-Titel in der 500er Königsklasse. Was danach folgte war ein jahrelanges Hinterhinken der Konkurrenz gegenüber Yamaha um den technologischen Vorsprung wieder einholen zu können.

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2010 sorgte die YZ450F für grosses Aufsehen in der Motocross Szene als den Fans ein Modell präsentiert wurde bei welchem der Motor das erste Mal in einem MX-Bike nach
hinten geneigt verbaut wurde. Aber damit nicht genug, der Auslass des Auspuffes wurde ebenfalls nach hinten rausgeführt. Dies alles sollte die Massen mehr in die Mitte
des Motorrades zentralisieren und es noch wendiger und agiler machen. Mit dem 2014er Modell verfeinerte man die Massenzentralisierung noch weiter indem man den Tank unter die Sitzfläche des Fahrers integrierte, den Schwerpunkt noch weiter nach unten gestaltete und weitere Verbesserungen an Motor und Fahrwerk durchführte.

So wurde der dritte Gang nun länger übersetzt um dem gewaltigen Schub des Triebwerkes Tribut zu zollen. Ein neuer Schaltmechanismus sorgt für noch leichtere Gangwechsel, der brandneue Aluminium Rahmen sorgt für noch besseres Handling als dies bisher schon der Fall war und auch der Auspuff wurde gekürzt um die Massen auch vom hinteren Teil des Motorrades mehr in die Mitte zu bringen. Das gesamte Motorrad wurde schlanker und leichter gestaltet, beim Motor auf Nasssumpfschmierung gewechselt. Ebenfalls wurden die Kühler auf noch bessere Kühlung optimiert sowie das Rahmenheck verkürzt.

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Bild: WR250F Enduro 2014 - Modellinfos folgen !

Der Tank hingegen wurde von 6,2 auf 7,5 Liter vergrössert und bietet so nun auch für andere Offroadsportarten wie Endurorennen ausreichend Kapazität. Zahlreichere weitere Details wie vergrösserte Ventile, neue Kolben, die neue 48mm Kayaba Vordergabel etc. machen die YZ450F zu dem was sie sein soll. Nämlich das ideale Gerät um der Konkurrenz bereits vor dem Fall des Startgitters eine Nasenlänge voraus zu sein. Was beim Test in Italien den europäischen Journalisten auch sehr beeindruckt hat war der MX Power Tuner. Dies ist ein kleines Gerät, eine Art Pocket PC, mit welchem man das Motormapping unkompliziert an der Strecke beliebig programmieren kann ohne ein Notebook vor Ort haben zu müssen. Der Experimentierfreudigkeit sind somit keine Grenzen gesetzt und man kann die Motorcharakteristik ideal auf die jeweiligen vorherrschenden Streckenbedingungen optimal abstimmen.

All diese Verbesserungen waren beim Test in Italien spürbar zu merken. Die neue YZ450F klebt aufgrund dieser Massenzentralisierung förmlich in den Anliegern der Kurven. Auch bei der Wendigkeit und Agilität wird die 2014er YZ450F ihrer Konkurrenz gegenüber sicher die Nase vorne haben, da war man sich innerhalb der anwesenden Journalistenmeute sicher. Beim Beschleunigen entfaltet sich das Drehzahlband sehr sanft aber dennoch kräftig. Besonders im oberen Bereich kann man aufgrund der gewaltigen Kraft welche der Motor entwickelt sicher von der stärksten 450er sprechen die es serienmässig zu kaufen gibt.

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Bild: WR250F Enduro 2014 - Modellinfos folgen !

Das Fahrwerk arbeitet tadellos und steckt selbst bösartigste Brems- und Beschleunigungswellen sehr gut weg. Alles in allem... Yamaha ist im Motocross-Bereich wieder eine Top 450er gelungen die im 2014er Modelljahr zweifellos der Maßstab sein wird. Auf die nagelneue 250er Version darf man sich freuen, diese wird ihrer grossen Schwester sicher nichts nachstehen.

Quelle: Yamaha

Link: http://www.yamaha-motor.eu/at/index.aspx