Das im Herbst 2013 die Dix Days auf Sardinien stattfinden ist ja kein großes Geheimnis mehr. DAKAR 2103 - Finisher Ferdinand Kreidl war bei der Sardegna Rally Race dabei gibt Eindrücke der Veranstalterinsel weiter und schreibt uns an was man alles denken sollte um bei einer größeren Veranstaltung mitmachen zu können...

Ferdinand Kreidl:
Anreise und Abnahme in Alghero. Die Anreise war sehr entspannt.  Katja und Josef haben uns am Flughafen abgeholt. In unserm 3-Sitzerbus mussten wir nun zu viert zwei Stunden von Olbia nach Alghero fahren. Da musste ich schon mal eine Stunde aufs Motorrad im Heck. Die adminsitrative Abnahme war nicht ganz so easy: die FIM erkennt die permanente Auslandsstartberechtigung der OSK nicht an. Die Mitarbeiter der OSK haben diese aber in Windeseile nachgesendet.

Und für mich unpackbar – ich habe meine grüne Versicherungskarte vergessen. Habe ich aber ebenso hurtig per Mail bekommen. War spannend, denn ohne Auslandsstartberechtigung und grüne Karte keine Starterlaubnis. So etwas ist mir noch nie passiert, da ich eigentlich immer perfekt vorbereitet bin. Das Rennen einfach genial abwechslungsreich, typisch für Sardinien:
Singletrials, Wiesen, Feuerschneisen, Steine, Felsen, Schlamm- und Schotterpisten und Wasser.

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Einzigartig bei einem Rally WM Lauf: im Schnitt alle 400m eine Fahranweisung, also nix mit drauflos. Leider haben einige Fahrer nicht den richtigen Weg gefunden und es ist zu einem Frontalzusammenstoß gekommen. Ein Fahrer wurde leider schwer verletzt. Motorräder Totalschaden, was hierbei allerdings nebensächlich ist.

Wieder sehr kalt,– so wie bei Dakar-  gezittert wie Espenlaub und habe mich an einem Tag beim Assistenzpunkt sogar komplett umgezogen. Am vorletzten Fahrtag starker Regen und Hagel, kleine Rinnsale sind binnen Minuten zu Bächen angeschwollen – der Spuk war zwar in einer Viertelstunde vorbei, aber ich war wieder nass bis auf die Haut. Durch die heftigen Regenfälle war der Untergrund oftmals „schlitzig". Zwei heftige Stürze sind mit viel Glück ohne gröbere Verletzung ausgegangen, das Material hat allerdings heftig gelitten. Sturzhelm und Lenker brauche ich sicher neu, Roadbookhalter ist verbogen – mal schauen ob sich dieser wieder ausrichten läßt.

Schulterschutz von Brustpanzer ist ausgerissen, läßt sich aber herrichten. Das Roadbook war perfekt – was aufgrund der schwierigen Navigation auch Voraussetzung war um überhaupt ins Ziel zu kommen. Die super Organisation des gesamten Rallyablaufes hat trotz der langen Tagesetappen für entspannte Gesichter im Fahrerlager gesorgt. Katja und Josef haben uns an den täglichen Assistenzpunkten immer perfekt mit Essen versorgt. Josef hatte bei meinem Motorrad immer etwas zu tun, da ich fast jeden Tag mal etwas verbogen habe.

Insgesamt habe ich an 5 Fahrtagen 3h 20min Rückstand auf Marc Coma „aufgerissen".

Täglich Arbeiten am Motorrad: Motorölwechsel inklusive Filtertausch, Luftfiltertausch, Vorderradgabel entlüften und ausrichten, Kontrolle Bremsbeläge, Kette schmieren und Spannung kontrollieren, Kühlflüssigkeit kontrollieren, Schrauben nachziehen, Auftanken. Gesamt 3 Hinterreifen und 3 Vorderreifen verbraucht.

Ergebnis:1.Marc Coma, 2. Paulo Concalves, 3. Joan Pedrero Garzia, 4. Cyril Despres, 5. Alessandro Botturi, 26. Kreidl-Bua, 42. Cyrus „Cyril" Rahmat

Nach dem Rennen habe ich mir noch 4 Tage Urlaub auf Sardinien gegönnt – Hotel in San Teodoro mit weißem Sandstrand, Frühstück am Meer und wenn die Luft dann schwarz wird, auch gerne mal ein Bier. Danke wieder mal an alle Sponsoren für die Unterstützung. Die nächsten Abenteuer rufen..... Ich wünsche allen einen phantastischen Sommer – es sieht so aus, als käme dieser tatsächlich!

Ferdinand Kreid, RALLY RAID TEAM

http://www.rallyeteam.at/